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Feierliche Profess an Mariä Himmelfahrt (03.08.2020)

Am Hochfest der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel, dem Patroziniumsfest unserer Abteikirche, 15. August um 15 Uhr, legen unsere Mitbrüder Frater Zacharias Greilinger und Frater Leopold Schwaller ihre Feierliche Profess in die Hände unseres Abtes Maximilian ab....
Am Hochfest der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel, dem Patroziniumsfest unserer Abteikirche, 15. August um 15 Uhr, legen unsere Mitbrüder Frater Zacharias Greilinger und Frater Leopold Schwaller ihre Feierliche Profess in die Hände unseres Abtes Maximilian ab. Nach dem Noviziat und drei Jahren der zeitlichen Profess versprechen sie klösterlichen Lebenswandel, Gehorsam und Stabilität "usque ad mortem" - bis zum Tod. Frater Zacharias, Jahrgang 1978 wuchs in Wien auf. Frater Leopold, geboren 1986, stammt aus Mollram in der von unserer Gemeinschaft betreuten Pfarre St. Lorenzen (Bezirk Neunkirchen). Wir bitten um das Gebet für die beiden. Möge ihre Lebenshingabe zum Segen für viele werden.

+ P. Dr. Norbert Stigler, Parte

† „Ich erhebe meine Augen zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde erschaffen hat.“ Ps 121,1f. Mit tiefer Trauer im Herzen, aber voll Hoffnung auf die Auferstehung geben wir bekannt, dass unser Mitbruder Konsistorialrat...

„Ich erhebe meine Augen zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde erschaffen hat.“ Ps 121,1f. Mit tiefer Trauer im Herzen, aber voll Hoffnung auf die Auferstehung geben wir bekannt, dass unser Mitbruder

Konsistorialrat Prof. P. Dr. Norbert Anton Stigler OCist geb. 13. Mai 1942  -  gest. 30. Juli 2020

Pfarrer in Sulz im Wienerwald Dekan em. und Pastoralprofessor em. der Hochschule Heiligenkreuz am späten Vormittag des 30. Juli als erfahrener Alpinist in den Sextner Dolomiten (Südtirol) beim Bergwandern 70 Meter abgestürzt und tödlich verunglückt ist. Sein plötzlicher Tod erschüttert alle, die P. Norbert gekannt haben und ihm nahestanden: seine Angehörigen, seine Pfarrgemeinde Sulz, in der er noch aktiver Pfarrer war, seine Mitbrüder im Stift Heiligenkreuz, Lehrende und Studierende der Phil.-Theol. Hochschule Heiligenkreuz, seine vielen Bergfreunde und nicht zuletzt die Mitarbeiter/innen von Marriage Encounter und Ungezählte, die zu P. Norbert ein freundschaftliches Verhältnis hatten. Denn Pater Norbert war ein zu tiefst dankbarer Mensch, der immer für alle ein offenes Ohr hatte und nie aufdringlich, sondern einfühlsam von der Liebe Gottes sprach, gerne in Dankbarkeit Feste feierte, sowie viele animieren konnte, sich auch für andere in verbindender Liebe einzusetzen. Geboren am 13. Mai 1942 im Badener Spital, war er aufgewachsen in Pfaffstätten mit seiner alleinerziehenden Mutter, da sein Vater 1943 in Stalingrad vermisst ist. 1960 machte er die Realschulmatura in Baden und begann das Studium der Technischen Physik an der TU Wien, um – wie er selbst schrieb – „die Welt zu verbessern“. Mit 19 Jahren jedoch verspürte er den Ruf, Priester zu werden, worüber seine Mutter nicht froh war. Vorbild war ihm jedoch sein Heimatpfarrer in Pfaffstätten und späterer Primizprediger, P. Leopold Hühnel OCist. P. Norberts Urgroßeltern lebten in Heiligenkreuz, und so bekam er unmittelbar Kontakt zum Stift, in das er im Alter von zwanzig Jahren eintrat. Am 15. August 1966 legte er seine Feierliche Profess ab und wurde zwei Jahre später in Heiligenkreuz durch Weihbischof DDr. Jakob Weinbacher zum Priester geweiht. Es folgten fünf Kaplansjahre im Neukloster in Wiener Neustadt, verbunden mit einem Doktoratsstudium an der Universität Wien. Er schrieb seine kirchengeschichtliche Dissertation über P. Wilhelm Anton Neumann OCist (Rektor der Universität Wien), die P. Norbert im Dezember 1972 mit der Promotion erfolgreich abschloss. Mit großem Engagement war er danach neun Jahre Religionsprofessor an „seinem“ Gymnasium in Baden in der Biondekgasse und von 1974 bis 1981 zugleich Seelsorger der Studierenden in Baden. Ab 1981 bis 1999 Pfarrer in Alland, unterrichtete der gesuchte Seelsorger ab dem Sommersemester 1984 bis zu seiner Emeritierung 2017 als Professor für Pastoraltheologie an der Hochschule Heiligenkreuz. Zweimal war er in dieser Zeit (1989-1991 und 1993-1999) Dekan der Hochschule Heiligenkreuz. Seit 1982 war er jahrelang im Leitungsteam für Marriage Encounter Österreich verantwortlich. Von September 1999 bis zu seinem plötzlichen Heimgang war er schließlich über 20 Jahre ein von der pastoralen Sorge des Zweiten Vatikanischen Konzils geprägter Pfarrer in Sulz im Wienerwald, um den viele Menschen trauern. Für ihn – wie er oft bezeugte – „ist Seelsorge Kontemplation“, das Leben mit den Anvertrauten in der Gegenwart Gottes. Wie Bischof Reinhold Stecher war P. Norbert ein begeisterter Bergsteiger und Schifahrer: 1969 wurde er staatlicher Lehrer für alpinen Schilauf am Arlberg. Im Sommer 1969 folgte sein erster Westalpenurlaub im Wallis mit der Besteigung des Matterhorns. Für ihn waren die Berge "ein Fenster zur Transzendenz", wo er die Nähe Gottes spürte. In dieser spirituellen Freude wusste er: „Viele Wege führen zu Gott. Einer geht über die Berge.“ Diese Worte bekamen für ihn bei den Rotwandköpfen in den Sextner Dolomiten einen vorhersehenden Sinn: „Auf, wir ziehen hinauf zum Berg des HERRN … Er unterweise uns in seinen Wegen, auf seinen Pfaden wollen wir gehen.“ Jes 2,3. So möge sich für P. Norbert jetzt erfüllen, was der Prophet Jesaja am Ende sagt: „Wir wollen gehen im Lichte des HERRN.“ Jes 2,5. Angelangt am Ziel seines Weges darf er IHN von Angesicht zu Angesicht schauen. Am Mittwoch, 12. August 2020 wird der Leichnam unseres lieben Mitbruders um 8 Uhr in Heiligenkreuz bei der Klosterpforte empfangen und in der Totenkapelle des Kreuzgangs aufgebahrt. Am Donnerstag, 13. August 2020 halten wir um 14 Uhr das feierliche Pontifikalrequiem in der Stiftskirche Heiligenkreuz. Anschließend bestatten wir seinen sterblichen Leib auf dem Klosterfriedhof. R.i.p. Heiligenkreuz, 31. Juli 2020

ABT UND KONVENT DES STIFTES HEILIGENKREUZ PFARRE SULZ IM WIENERWALD VERWANDTE UND ANGEHÖRIGE DES VERSTORBENEN

Große Lichterprozession zur Heiligenkreuzer Lourdes-Grotte! (01.08.2020)

Auch in diesem Jahr gibt es am 14. August, dem Vorabend zu Mariä Himmelfahrt wieder die Große Lichterprozession zur Heiligenkreuzer Lourdes-Grotte. Gemeinsam mit Abt Pius Maurer vom Stift Lilienfeld werden wir den Rosenkranz beten und unter Anrufung der Mutter Gottes zur...
Auch in diesem Jahr gibt es am 14. August, dem Vorabend zu Mariä Himmelfahrt wieder die Große Lichterprozession zur Heiligenkreuzer Lourdes-Grotte. Gemeinsam mit Abt Pius Maurer vom Stift Lilienfeld werden wir den Rosenkranz beten und unter Anrufung der Mutter Gottes zur Grotte pilgern. Dort ist die Predigt und die traditionelle Segnung der Blumen und Kräuter. Beginn ist um 20.30 Uhr im inneren Stiftshof. Hier weitere Informationen.

P. Dr. Norbert Stigler tödlich verunglückt (30.07.2020)

Unser Mitbruder Konsistorialrat P. Dr. Norbert (Anton) Stigler OCist ist heute vormittag in den Sextner Dolomiten (Südtirol) beim Bergwandern 70 Meter abgestürzt und tödlich verunglückt. Geboren am 13. Mai 1942 in Baden in Niederösterreich, Profeß am 15. August...
Unser Mitbruder Konsistorialrat P. Dr. Norbert (Anton) Stigler OCist ist heute vormittag in den Sextner Dolomiten (Südtirol) beim Bergwandern 70 Meter abgestürzt und tödlich verunglückt. Geboren am 13. Mai 1942 in Baden in Niederösterreich, Profeß am 15. August 1963, Priesterweihe am 2. Juni 1968. P. Norbert war emeritierter Professor für Pastoraltheologie, und auch einmal Dekan der Hochschule. Zuletzt war er Pfarrer in Sulz im Wienerwald. P. Norbert war zeit seines Lebens begeisterter und erfahrener Bergsteiger, und heute war es keine Klettertour, sondern eine Wanderung, als er von Gott gerufen wurde. Das Begräbnis wird voraussichtlich in der Woche vor Maria Himmelfahrt stattfinden. Die Parte mit näheren Einzelheiten folgt. Herr, gib ihm die ewige Ruhe!

Für Jesus leben! (30.07.2020)

Jesus ist für uns gestorben, "zur Vergebung der Sünden". Warum leben wir nicht für ihn? Der Weg als Christ in der Nachfolge Christi ist nicht der bequemste und einfachste. Es ist ein Weg, der anspruchsvoll ist aber der uns zur Höhe Gottes führt und damit dorthin führt...
Jesus ist für uns gestorben, "zur Vergebung der Sünden". Warum leben wir nicht für ihn? Der Weg als Christ in der Nachfolge Christi ist nicht der bequemste und einfachste. Es ist ein Weg, der anspruchsvoll ist aber der uns zur Höhe Gottes führt und damit dorthin führt wonach unser Herz sich sehnt. Gott erwecke in vielen Menschen unserer Tage den Wunsch Jesus mit dem eigenen Leben nachzufolgen!

Heiligenkreuz neu entdecken – mit dem Audioguide!

Die Corona-Pandemie ist meist mit Einschränkungen verbunden, nicht zuletzt im Tourismus: Busreisen und Gruppenführungen sind eingebrochen. Da entdeckten wir im Stift Heiligenkreuz den Audioguide und zwar nicht nur für fremdsprachige Gäste, sondern für alle, die das...
Die Corona-Pandemie ist meist mit Einschränkungen verbunden, nicht zuletzt im Tourismus: Busreisen und Gruppenführungen sind eingebrochen. Da entdeckten wir im Stift Heiligenkreuz den Audioguide und zwar nicht nur für fremdsprachige Gäste, sondern für alle, die das Stift besichtigen wollen. Plötzlich verwandelten sich die Räume zu einem Ort der Stille und des Staunens: Überwältigt von der Erhabenheit der Stiftskirche und der Schönheit der Architektur kann ich mit dem Audioguide am Ohr bei den einzelnen Stationen verweilen. In die Stille des Kirchenraumes hinein erschließt sich die Botschaft von Kunst und Kultur, die ein Ausdruck des Gotteslobes sind. Auf einmal beginnen die behauenen Steine gleichsam zu singen. Aber auch dem modernen Menschen mit seinen individuellen Vorlieben kommt der Audioguide sehr entgegen. Ohne einen Führungsbeginn abwarten zu müssen, kann ich mit meinem Audioguide das Stift erkunden, indem ich mir selbst das Tempo vorgebe und auswähle, welche der nummerierten Stationen mich besonders anzieht. Und wenn ich sprachlich versiert bin, kann ich auch einmal in eine andere Sprache umschalten, um vielleicht mein Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch oder Ungarisch auszuprobieren. Schließlich kann ich mich einfach nur hinsetzen und einzelne Kunstwerke auf mich wirken lassen. Niemand treibt mich an weiterzugehen; in Ruhe kann ich Details betrachten und fotografieren. Selbst für die Mönche, die beim Eingang die Besucher begrüßen und gerne bereit sind, kurze Auskünfte zu geben, erschließt sich ihr vertrauter Raum tagsüber ganz neu: Er wird zum Ort der stillen Begegnung mit Gott und den Menschen. Machen auch Sie diese Neuentdeckung in Ihrer eigenen Heimat.

Zustimmung zum vatikanischen Schreiben über die Pfarren (28.07.2020)

Der Studiendekan und Pastoraltheologe unserer Hochschule, Kan. Msgr. Dr. Rupert Stadler, nimmt Stellung zur Instruktion der Kleruskongregation vom 29.6.2020 über die Pfarren: Der Vatikan stärkt den Pfarrern den Rücken und schützt die Laien vor Klerikalisierung. Am...
Der Studiendekan und Pastoraltheologe unserer Hochschule, Kan. Msgr. Dr. Rupert Stadler, nimmt Stellung zur Instruktion der Kleruskongregation vom 29.6.2020 über die Pfarren:

Der Vatikan stärkt den Pfarrern den Rücken und schützt die Laien vor Klerikalisierung. Am Hochfest Peter und Paul hat die Kleruskongregation, die von Papst Franziskus approbierte Instruktion: "Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst der missionarischen Kirche" veröffentlicht. Diese neue Instruktion der Kleruskongregation gibt Antworten zu Strukturreformen, die in vielen Diözesen angestrebt werden, zur letztverantwortlichen Gemeindeleitung durch Priester und zur notwendigen und erwünschten Zusammenarbeit des Pfarrers mit allen Gläubigen und geschultem Personal in Bereichen der Vermögensverwaltung, der Gemeindekatechese und Caritas.

Papst Franziskus bezeichnet bereits in seinem Apostolischen Schreiben "Evangelii Gaudium" (2013) an die Bischöfe, Priester, Diakone, die Personen geweihten Lebens und die christgläubigen Laien die Pfarre als

"keine hinfällige Struktur; gerade weil sie eine große Formbarkeit besitzt... verschiedene Formen anzunehmen, die die innere Beweglichkeit und die missionarische Kreativität des Pfarrers und der Gemeinde erfordern." (EG Nr. 28)

Die Aufgabe des Bischofs ist es "immer das missionarische Miteinander in seiner Diözese zu fördern, indem er das Ideal der ersten christlichen Gemeinden verfolgt, in denen die Gläubigen ein Herz und eine Seele waren (vgl. Apg 4,32). Darum wird er sich bisweilen an die Spitze stellen, um den Weg anzuzeigen und die Hoffnung des Volkes aufrecht zu erhalten, andere Male wird er einfach inmitten aller sein mit seiner schlichten und barmherzigen Nähe, und bei einigen Gelegenheiten wird er hinter dem Volk hergehen, um denen zu helfen, die zurückgeblieben sind, und - vor allem - weil die Herde selbst ihren Spürsinn besitzt, um neue Wege zu finden." (EG Nr. 31)

Papst Franziskus schlägt vor: " Wenn uns etwas in heilige Unruhe versetzen und unser Gewissen beunruhigen muss, dann ist es die Tatsache, dass so viele unserer Brüder und Schwestern ohne die Kraft, das Licht und den Trost der Freundschaft mit Jesus Christus leben, ohne eine Glaubensgemeinschaft, die sie aufnimmt, ohne Hoffnung auf Sinn und Leben. Ich hoffe, dass uns mehr als die Angst, einen Fehler zu begehen, die Furcht davor bewegt, uns einzuschließen in die Strukturen, die uns einen trügerischen Schutz gewähren, in die Normen, die uns in unnachsichtige Richter verwandeln, in die Gewohnheiten, in denen wir uns ruhig fühlen, während draußen eine hungrige Menschenmenge wartet und Jesus uns pausenlos sagt: ' Gebt ihr ihnen zu essen!' (Mk 6,37)" (EG Nr. 49)

Sicher hätte uns in Österreich und Deutschland diese neue Vatikanische Instruktion der Kleruskongregation bereits vor einigen Jahren bei geplanten und laufenden Strukturrefomen gute Dienste und einen wesentlichen Beitrag, den Priesterberuf und die Kirche wieder attraktiv zu machen, geleistet.

Denn, ehrlich, warum sollte ein junger Mann heutzutage sein Leben hingeben, Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam geloben, wenn er dann als Pfarrer durch weiträumige Großpfarren rasen soll? Im Dienst des Priesters beim Aufbau der Kirche geht es nicht um das Machen. Es geht viel mehr um die glaubhafte Darstellung des Tuns Christi in der Verkündigung des Wortes Gottes, in der würdigen Feier der Eucharistie und den übrigen Sakramenten, in der Diakonie, in der Katechese, im Bemühen um Gemeinschaftlichkeit und wirkliche Präsenz und Nähe zu den Menschen, auch in der Weise der persönlichen Lebensführung, damit die Sendung auch im Heute fruchtbar werden kann. Das II Vatikanische Konzil gibt in "Lumen Gentium" Wegweisung zur geforderten Neubesinnung auf das Wesentliche des neutestamentlichen Priestertums.

Im Folgenden einige wichtige Präzisierungen aus der neuen Instruktion (Instr.):

Im Prozess der Erneuerung und der Neuordnung, den die Gemeinden durchlaufen, "muss die Pfarrei die Gefahr vermeiden, einer exzessiven Bürokratie und Servicementalität zu verfallen, die nicht die Dynamik der Evangelisierung, sondern das Kriterium des Selbsterhalts aufweisen." (Instr. Nr. 34) Eine Kirche, die nur noch um sich selbst kreist, dient niemand.

" Die Sendung, die die Pfarrei als pulsierendes Zentrum der Evangelisierung hat, betreffe das ganze Volk Gottes in seinen verschiedenen Teilen: die Priester, die Diakone, die Gottgeweihten, die Gläubigen, alle gemäß ihren Charismen und der entsprechenden Verantwortung. Da sind zum einen die

Zusammenschlüsse von Pfarreien. Sie können föderativ erfolgen, auf diese Weise würden die zusammengeschlossenen Pfarreien ihre unterschiedliche Identität bewahren" (Instr. Nr. 47) wie zum Beispiel nach der Seelsorgeraumordnung der Erzdiözese Wien (2012).

Bei allen Veränderungsprozessen ist es bedeutsam Traumata und Verletzungen zu vermeiden, die Neuorganisation und manchmal auch der Diözesen flexibel und behutsam durchzuführen. Um Demotivierung, Irritation und Frustration zu vermeiden darf man "nichts 'überstürzen' und Reformen nicht zu eilig und mit 'am grünen Tisch' erarbeiteten allgemeinen Kriterien durchführen wollen und dabei die konkreten Bewohner eines Gebietes vergessen. Jedes Projekt muss die konkreten Umstände einer Gemeinde berücksichtigen und ohne Traumata mit einer vorausgehenden Phase der Beratung, einer Phase der schrittweisen Verwirklichung und der Überprüfung durchgeführt werden." (Instr. Nr. 36)

Laut der Instruktion, die bestehendes katholisches Recht nochmals organisch zusammenfasst und erklärt, kann kein Laie den Pfarrer bei der Gemeindeleitung ersetzen. Das Amt des Pfarrers könne "nicht einer aus Klerikern und Laien bestehenden Gruppe übertragen werden." (Instr. Nr.

66) Wenn der Pfarrer ernannt worden sei, bleibe er "mit allen Rechten und mit der gesamten Verantwortung im vollen Besitz der ihm anvertrauten Funktionen, bis er sein pastorales Amt rechtmäßig beendet hat." (Instr. Nr. 71) In bestimmten pastoralen Situationen kann der Pfarrer Diakone, Gottgeweihte oder Laien an der Ausübung der Hirtensorge beteiligen. Dann bleibt aber der Priester "Moderator der Hirtensorge" und ausschließlich "ihm kommen die Vollmachten und die Funktionen des Pfarrers mit den entsprechenden Pflichten und Rechten zu, obwohl er dieses Amt nicht innehat." (Instr. Nr. 88) Wegen ihres Hirtendienstes seien Pfarrer und andere Priester zusammen mit dem Bischof "an erster Stelle der grundlegende Bezugspunkt für die Pfarrgemeinde", betont die Instruktion und erinnert daran, "dass der Pfarrer der Pfarrei dient und nicht umgekehrt sie ihm." (Instr. Nr. 69)

Unter anderem gelte es, "Vorgehensweisen und Modelle zu fördern, durch die alle Getauften kraft der Gabe des Heiligen Geistes und der empfangenen Charismen sich aktiv, dem Stil und der Weise einer organischen Gemeinschaft entsprechend" (Instr. Nr. 38) einbringen können.

Die neue Instruktion präzisiert "das Thema der Erneuerung der Pfarrei im missionarischen Sinn" und fordert auf "mit Kreativität Wege und neue Instrumente erproben zu können, die es ihr erlauben, ihrer erstrangigen Aufgabe zu entsprechen, d.h. ein pulsierendes Zentrum der Evangelisierung zu sein" (Instr. Nr. 122)

Über die Betonung einer solchen Erneuerung hinaus, "legt deshalb das vorliegende Dokument eine Anwendungsweise der kanonischen Normen vor, die die Möglichkeiten, die Grenzen, die Rechte und die Pflichten der Hirten und der Laien festlegt, damit die Pfarrei sich selbst wieder als grundlegenden Ort der Verkündigung des Evangeliums, der Feier der Eucharistie, als Raum der Geschwisterlichkeit und der Caritas entdeckt, von dem aus das Zeugnis des christlichen Glaubens in die Welt ausstrahlt." (Instr. Nr. 123)


Wiedersehen nach vielen Jahren! (26.07.2020)

Veit Dennert war Kaplan in der Pfarre im Erzbistum Bamberg, in der unser Abt Maximilian als Kind und Jugendlicher aufgewachsen ist. Vieles von dem, was der junge Priester damals gesagt und auch gesungen hat, ist unserem Abt noch heute in lebendiger Erinnerung. Fast 55 Jahre...
Veit Dennert war Kaplan in der Pfarre im Erzbistum Bamberg, in der unser Abt Maximilian als Kind und Jugendlicher aufgewachsen ist. Vieles von dem, was der junge Priester damals gesagt und auch gesungen hat, ist unserem Abt noch heute in lebendiger Erinnerung. Fast 55 Jahre haben die beiden einander nicht gesehen. Jetzt war Veit Dennert bei uns im Stift Heiligenkreuz zu Besuch und es gab ein freudiges Wiedersehen mit schönen Erinnerungen.

Prozessionen sind Ausdruck des Glaubens (24.07.2020)

Immer wieder halten wir im Leben der Kirche Prozessionen. Die berühmtesten sind zu Fronleichnam oder auch die Auferstehungsprozession zu Ostern. Bei uns im Kloster gibt es im Alltag immer wieder solche Wege von der Kirche in den Speisesaal und wieder zurück oder von der...
Immer wieder halten wir im Leben der Kirche Prozessionen. Die berühmtesten sind zu Fronleichnam oder auch die Auferstehungsprozession zu Ostern. Bei uns im Kloster gibt es im Alltag immer wieder solche Wege von der Kirche in den Speisesaal und wieder zurück oder von der Sakristei in die Kirche ... Prozessionen sind ein Bild für den Lebensweg, den wir unter Gottes Schutz und Segen gehen. Das Ziel ist Gott selber, der uns ruft auf Ihn hin zu leben! Foto: Prozession von der Kirche in den Speisesaal nach dem Mittagsgebet.

Für das Gebet muss man sich Zeit nehmen! (21.07.2020)

"Für das Gebet habe ich zu wenig Zeit." So empfinden es viele. Der klösterliche Tag ist von den regelmäßigen Gebetszeiten geprägt. Das ist natürlich eine Hilfe. Der Sommer ist eine gute Gelegenheit sich wieder neu und bewusst zum Beispiel in der Früh und am Abend...
"Für das Gebet habe ich zu wenig Zeit." So empfinden es viele. Der klösterliche Tag ist von den regelmäßigen Gebetszeiten geprägt. Das ist natürlich eine Hilfe. Der Sommer ist eine gute Gelegenheit sich wieder neu und bewusst zum Beispiel in der Früh und am Abend eine Zeit für das Gebet zu nehmen. Beziehungen muss man pflegen, wenn sie nicht verloren gehen sollen. Das gilt auch für die Beziehung mit Gott. Foto: Mönche auf dem Weg zum Gebet in die Kirche.

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