Was sind die "Freunde des Heiligen Kreuzes"?

Eine Gebetsgemeinschaft, die das Kloster geistig unterstützt!

Die Ordensgemeinschaft der Mönche von Heiligenkreuz hat durch eine Gebetsgemeinschaft von Laien, die sich unserem Ordensideal innerlich verbunden wissen, eine Hilfe und Erweiterung erfahren. Diese Gebetsgemeinschaft nennt sich „Freunde des Heiligen Kreuzes“ und ist allen Laien zugänglich.

Sie wurde 1951 von Abt Karl Braunstorfer und P. Prior Walter Schücker gegründet; seit 1976 wird sie von P. Dr. Bernhard Vošicky geleitet.

Mit Stand von August 2006 zählt sie 1.800 Mitglieder. Wir bitten alle, die mit dem Kloster Heiligenkreuz geistliche verbunden sein wollen, der Gebetsgemeinschaft beizutreten. Es handelt sich um eine rein geistliche Gemeinschaft!

Für die Freunde des Heiligen Kreuzes hält der Geistliche Leiter jährlich in der Fastenzeit und in der Adventszeit einen Einkehrtag. Das Sekretariat schickt regelmäßig ein Informationsblatt zu.

Ohne die „geistige Energie“ der vielen betenden und opfernden „Freunde des Heiligen Kreuzes“ könnten wir Mönche unsere Aufgaben nicht erfüllen! Vergelt’s Gott!

Welche geistlichen Gaben empfangen die Mitglieder?

Als Gegengabe nimmt die Gemeinschaft der Mönche alle Anliegen der Freunde des Heiligen Kreuzes, alle Sorgen, Freuden und Schwierigkeiten in ihr Gebet auf, besonders in das heilige Messopfer.

Wir vereinigen uns mit der Lebenshingabe Christi an den Vater, indem wir ein Leib und ein Geist werden in ihm und ein Herz und eine Seele untereinander.

Wird über all diese Punkte hinaus jemand zu einer engeren Nachfolge des Herrn in der Welt durch freiwilligen Verzicht auf Ehe, Besitz und Selbstbestimmung berufen, so kann dies durch private Gelübde verbindlich gemacht werden.

Die geistliche Leitung der Gebetsgemeinschaft

Die Leitung der Gebetsgemeinschaft obliegt Konsistorialrat Prof. P. Dr. Bernhard Vošicky OCist. Er ist zugleich Subprior des Stiftes Heiligenkreuz und Professor für Liturgiewissenschaft an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Heiligenkreuz. Pater Bernhard ist ein vielgesuchter Beichtvater.

Was soll ein Mitglied tun?

Es geht um eine geistige Verbundenheit mit dem Kloster!

Um diese geistige Gebetsgemeinschaft je nach Alter, Stand und Beruf mitzutragen, ist die Erfüllung einiger Gemeinsamkeiten notwendig.

Dabei liegt das Wesentliche in der Heiligung seines Lebens, seiner Arbeit und seines gesamten Alltags durch die Mitfeier der Liturgie. Es wird daher empfohlen:

  1. den Tag mit einem Gebet zu beginnen und zu beschließen,
  2. täglich zu beten: „Wir beten dich an, Herr Jesus Christus und preisen dich, denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst“,
  3. die Heilige Messe täglich mitzufeiern, verbunden mit dem Empfang der Heiligen Kommunion zumindest an Sonn- und Feiertagen,
  4. sich dem Ablauf des Kirchenjahres mit liturgisch größter Wachsamkeit und Bereitschaft zum Hören auf Gottes Wort zu unterstellen,
  5. möglichst täglich einen kurzen Text aus der Heiligen Schrift betrachtend zu lesen,
  6. wenn es die Gegebenheiten erlauben, das Stundengebet der Mönche entsprechend  mit zu vollziehen,
  7. die Anliegen und Aufgaben der Klostergemeinschaft mitzutragen. Manche können sogar ihr persönliches körperliches oder seelisches Leid aufopfern und sich so mit dem leidenden Gekreuzigten verbinden.
  8. Besonders nach Empfang der Eucharistie empfiehlt sich das Gebet zum heiligen Kreuz.

Sekretariat der Gebetsgemeinschaft

Die Gebetsgemeinschaft hat ein Sekretariat, das sich direkt neben der Klosterpforte befindet. Die Adresse lautet:

Sekretariat der Gebetsgemeinschaft
Schwester Rozina Mihaly
„Freunde des Heiligen Kreuzes“
Stift Heiligenkreuz
A-2532 Heiligenkreuz im Wienerwald
Tel.: +43-2258-8703-194
Fax: +43-2258-8703-316
Email: p.bernhard@stift-heiligenkreuz.at (Antwort ungewiss!)

Segenswunsch von Pater Walter Schücker (+1977)

Der Gründer der Gebetsgemeinschaft P. Dr. Walter Schücker OCist (+ 1977) gilt als heiligmäßig. Er hat vielen Menschen den Weg in den Himmel eröffnet und sie als unermüdlicher Seelsorger, der zugleich ein vorbildlicher Mönch war, begleitet.

Pater Walter wünscht der Gebetsgemeinschaft folgendes:

„Die Gemeinschaft selbst möge zu unserem Segen weiterwachsen und alle umfassen, die uns in der Gottesliebe und im Streben nach der Ausbreitung seines Reiches verbunden sind.

Wir Mönche wollen gerne mithelfen, die Lebensform des innerlichen Christen, der in der Welt lebt, im rechten Geist mitzugestalten.

Diese Lebensführung aber wird aus dem Geist zu schaffen sein, der von den Stätten des Gebetes ausgeht.“

aus: Walter Schücker, Vom Wachsen unserer Gebetsgemeinschaft, in: Sancta Crux 15 (1953/Nr. 1) 10f.