Wussten Sie schon, dass die Mitra mehr bedeutet als eine festliche Kopfbedeckung?
Die Mitra gehört zu den bekanntesten Insignien eines Bischofs oder Abtes. Sie ist Teil der feierlichen liturgischen Gewandung eines Bischofs, wird aber seit dem 11. Jahrhundert auch den Äbten verliehen. Warum hat die Mitra eigentlich zwei Spitzen? Erasmus von Rotterdam erklärte, dass sie „die gleichmäßig vollkommene Kenntnis des Alten und Neuen Testamentes“ bedeuten. Die Mitra erinnert also daran, dass der Hirte der Kirche aus dem ganzen Wort Gottes leben und lehren soll.
Damit kein „buntes Durcheinander“ entsteht wenn mehrere Bischöfe und Äbte gemeinsam einen Gottesdienst feiern, trägt nur der Hauptzelebrant eine prunkvolle Mitra (Mitra pretiosa), während die Konzelebranten eine Mitra simplex tragen, auch ganz schlicht Mitra aus weißer Seide oder Leinen.
Und noch ein interessantes Detail: Ein Abt oder Bischof darf Mitra und Krummstab außerhalb seiner eigenen Diözese oder Abtei nur mit Erlaubnis des Ortsbischofs tragen. So wird sichtbar, dass in der Kirche jedes Amt seinen eigenen Platz hat und in Gemeinschaft mit den anderen ausgeübt wird.
Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass der Abt die Mitra nicht während des gesamten Gottesdienstes trägt. Nach der Weisung in 1 Kor 9,4 wird sie ihm immer dann abgenommen, wenn er sich im Gebet an Gott wendet (z.B. beim Tagesgebet oder Hochgebet). Wendet er sich hingegen im Namen Christi an das Volk (z.B. beim Segen am Schluss), trägt er die Mitra.
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Unsere Kirche ist ein Haus Gottes. Während liturgischer Feiern (Beerdigungen, Hochzeiten, …) sind Sakristei und Kirche nicht zu besichtigen. Informationen erhalten Sie an der Pforte oder hier.
Die täglichen Zeiten für das Chorgebet:
5.15 Uhr
Vigilien
6.00 Uhr
Laudes
6.25 Uhr
Konventmesse
12.00 Uhr
Terz und Sext
12.55 Uhr
Non
18.00 Uhr
Gesungene
Lateinische Vesper
19.45 Uhr
Komplet und
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