Wir trauern um Pater Placide Vernet (22.08.2018)

Wir trauern um Pater Placide Vernet. Er wurde 1922 geboren und trat nach dem Schulabluss in Cîteaux ein. Doch kurz nach seinem Noviziat musste er seine klösterliche Formation abbrechen und wurde während des Zweiten Weltkrieges zum „Reichsarbeitsdienst“ eingezogen. Nach einer Vereinbarung mit der Vichy-Regierung mussten alle jungen Männer (später auch Frauen) mindestens sechs Monate im Dienst am sogenannten „Dritten Reich“ verbringen. Vernet wurde in Breitenlee in Österreich eingesetzt, wo er 1943–1944 lebte und Zwangsarbeit leiten musste. Während dieser Zeit hat er aber auch mehreren Mönche aus Heiligenkreuz kennen gelernt. An freien Tagen besuchte er Heiligenkreuz und war bis in sein hohes Alter von der tiefen Verbundenheit berührt, die er als Exilant im Wienerwaldkloster wahrnahm: „Es war in Heiligenkreuz,“ schrieb er 55 Jahre später, „wo ich die Familie der Zisterzienser entdeckt habe.“ Pater Alkuin hat auf seinem Blog einen Nachruf auf Pater Placide geschrieben.
Foto: Herr, schenke ihm die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihm.