Stift Heiligenkreuz will Vorreiter bei umweltfreundlichen Technologien sein (18.09.11.)

Vor kurzem waren Christliche Unternehmer der Diözese St. Pölten auf Besuch in Heiligenkreuz, um sich über die umweltfreundlichen Technologien der Klöster zu informieren. Abt Maximilian hielt den Unternehmern einen Impuls: „Energiegewinnung ist für Zisterzienser ein Urauftrag“, sagte der Abt. „Sie waren die Ingenieure des Mittelalters und haben durch das Netz der Zisterzienserklöster neue Technologien in ganz Europa verbreitet.“ Auch heute zählt das Stift Heiligenkreuz zu den Vorreitern bei umweltfreundlichen Technologien. Bereits im Jahr 1983 errichtete die Forstverwaltung der Mönche das erste Biomasse-Fernheizwerk Österreichs. Nach einem weiteren Ausbau werden heute etwa 10.000 m3 Biomasse pro Jahr (vor allem Rinde und Kappholz aus dem stiftseigenen Sägewerk) in Wärme „umgewandelt“. Damit wird nicht nur das Stift, sondern auch Haushalte in der Gemeinde versorgt. „Ohne Biomasse könnten wir uns die Energieversorgung nicht leisten“, so Abt Maximilian. Über einen Partner, die ARGE Biomasse NÖ, wird auch Rest- und Faserholz verwertet: 25.000 m3 bringt Heiligenkreuz pro Jahr in die Arbeitsgemeinschaft ein. Andere Wege in der Gewinnung von Alternativenergie geht die Forstverwaltung Wasserberg in der Steiermark. Dort investiert das Stift in vier Kleinwasserkraftwerk.  „Die Kraftwerke werden für die Forstwirtschaft eine große Hilfe, denn die Holzpreise schwanken oft stark“, erklärt Abt Maximilian. Alle Kraftwerke zusammen werden im Endausbau 11 Millionen Kilowattstunden im Jahr liefern. Foto: Vortrag des Herrn Abtes vor den Christlichen Unternehmern (F: Riccabona)