Sommerzeit ist Ferienzeit; Ferienzeit ist Erholungszeit (24.06.12.)

Derzeit stöhnen bei uns im Kloster noch alle Studenten und Professoren unter der Prüfungszeit. Und doch ist schon soetwas wie Vorfreude auf den Sommer da. Der heilige Benedikt sagt, dass es für den Mönch nichts Schlimmeres gibt als das Faulenzen, er nennt es „otium“. (Die Negation davon ist das „neg-otium“, die Geschäftigkeit). Er möchte aber auch nicht, dass wir immer „geschäftig“ sind. Erholung ist nicht, dass man bloß irgendwie herumfaulenzt, sondern dass man sich ausruht und dabei wieder Orientierung und Kraft findet. Der Sommer ist eine gute Gelegenheit, wenn der „Stress“ und das „negotium“ nachlassen und man wieder mehr Zeit hat, die Nähe Gottes zu spüren und darin zu leben. Gott schenke uns allen eine gesegnete Erholungszeit! Foto: Für viele bedeutet es eine kleine Erholung, zur abendlichen Vesper in unsere Abteikirche zu kommen.