Am 10. Februar 2011 hat der Konvent von Stift Heiligenkreuz den bisherigen Prior von Stiepel und Professor für Fundamentaltheologie der Hochschule Heiligenkreuz zum 68. Abt unseres Klosters gewählt. Am 25. April erfolgte die feierliche Benediktion. Am 14. September 2026 stellte er sein Amt als Abt wegen gesundheitlicher Gründe zur Verfügung.

68. Abt des Stiftes Heiligenkreuz (2011-2016)
Prälat
Mitglied des Jüngeren Ratzinger Schülerkreises
Dr. theol., Mag. theol.
Abtpräses der Österreichischen Zisterzienserkongregation (2016-2025)
Adresse:
Zisterzienserabtei Stift Heiligenkreuz
Markgraf-Leopold-Platz 1
A-2532 Heiligenkreuz im Wienerwald
Tel. +43-2258-8703-0
Fax +43-2258-8703-172
E-Mail: abteisekretariat@stift-heiligenkreuz.at
Publikationen sind hier zu finden.
Biographie:
Abt Maximilian Heinrich Josef Heim OCist, geboren am 14. April 1961 in Kronach war vom 10. Februar 2011 bis 14. September 2026 Abt des Zisterzienserstiftes Heiligenkreuz im Wienerwald.
Heinrich Josef Heim studierte nach seinem Abitur am Gymnasium in Kulmbach ab 1981 Katholische Theologie an der Universität Augsburg. 1982 inskribierte er an der Hochschule Heiligenkreuz und trat 1983 in das Heiligenkreuzer Noviziat ein. Als Ordensname erhielt er Maximilian; sein Namenspatron ist der hl. Maximilian Maria Kolbe (14. August). 1987 wurde er an der Universität Wien zum Magister theologiae spondiert und am 30. April 1988 in Heiligenkreuz zum Priester geweiht. 1987 kam er bereits als Diakon ins Neukloster in Wiener Neustadt und wirkte dort bis August 1988. Dann wurde er zusammen mit drei weiteren Mitbrüdern zu einer Klosterneugründung ins Ruhrgebiet entsandt: Er ist einer der Gründermönche des Priorates Stiepel in Bochum. Dort war er Kaplan, Kantor und ferner verantwortlich für den Aufbau der Neugründung als geistliches Zentrum. 1996 war er Mitbegründer der akademischen Vortragsreihe Auditorium Kloster Stiepel. Zu der Zeit hatte er sein Doktoratsstudium bei Hermann Josef Pottmeyer am Lehrstuhl für Fundamentaltheologie an der Bochumer Ruhruniversität bereits begonnen.
Im Jahr 1996 wurde er durch Abt Gerhard Hradil nach Heiligenkreuz für die Ämter des Novizenmeisters und Kantors zurückberufen und musste deshalb das Doktoratsstudium unterbrechen. Im März 1999 wurde er 37-jährig von Abt Gregor Henckel-Donnersmarck zusätzlich zum Prior des Stiftes Heiligenkreuz bestellt. Als Novizenmeister war er unter anderem auch verantwortlich für die Ausbildung des Ordensnachwuchses der wiederbelebten tschechischen Klöster Hohenfurth und Ossegg. Das Doktoratsstudium, das er Ende der 1990er Jahre wieder aufnehmen konnte, schloss er 2002 bei Prof. Bernhard Körner am Institut für Moraltheologie und Dogmatik an der Universität Graz ab; seine Dissertation schrieb er über die Ekklesiologie Joseph Kardinal Ratzingers. 2003 wurde er zum Doctor theologiae promoviert und lehrte von diesem Zeitpunkt an bis zu seiner Wahl zum Abt von Heiligenkreuz Fundamentaltheologie an der Heiligenkreuzer Hochschule. Seine Dissertation erschien 2004 im Buchhandel, die zweite Auflage erschien im Frühjahr 2005 mit einem Vorwort von Kardinal Ratzinger, kurz nach dessen Wahl zum Papst.
Im September 2004 wurde er Prior in Bochum-Stiepel. Nachdem im Jahr 2007 Heiligenkreuz zur Hochschule päpstlichen Rechtes erhoben wurde, erfolgte seine Berufung zum ordentlichen Professor für Fundamentaltheologie durch die Bildungskongregation des Vatikans. Gleichzeitig war er von 2004 bis 2011 in Bochum-Stiepel verantwortlich für die akademische Bildungsreihe Auditorium Kloster Stiepel. 2009 wurde er in den Neuen Schülerkreis Joseph Ratzinger/Papst Benedikt XVI. berufen. Im Herbst 2010 wurde er durch Kardinal Reinhard Marx in Dresden in den Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem investiert.
Am 10. Februar 2011 wählte der Konvent Maximilian Heim zum 68. Abt von Heiligenkreuz und damit auch Großkanzler (lat. Magnus Cancellarius) der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz. Abt Maximilian war bei seiner Wahl einer der jüngsten Äbte, die Heiligenkreuz je gehabt hat.
Am 19. April 2011 erhielt er die österreichische Staatsbürgerschaft. Am 25. April 2011 spendete ihm der Generalabt des Zisterzienserordens, Dom Mauro-Giuseppe Lepori, in einem von Kardinal Christoph Schönborn geleiteten Pontifikalamt die Abtsbenediktion. Sein Wahlspruch ist übernommen vom sel. John Henry Kardinal Newman: Cor ad cor loquitur (Das Herz spricht zum Herzen).
Am 30. Juni 2011 erhält er zusammen mit dem italienischen Patristiker Manlio Simonetti und dem spanischen Dogmatiker Oligario Gonzáles den von der „Vatikanischen Stiftung Joseph Ratzinger – Benedikt XVI.“ erstmals vergebenen und mit 50.000 Euro dotierten „Ratzinger-Preis“ für sein Werk „Joseph Ratzinger – Kirchliche Existenz und existenzielle Theologie“ (2004, 2005, 3. erweiterte Auflage: 2014). Anlässlich der Vorstellung der Preisträger durch den Vorsitzenden des wissenschaftlichen Komitees der Stiftung, Camillo Kardinal Ruini, bezeichnete dieser Heim als „einen der scharfsinnigsten und brillantesten Vertreter der jungen Generation von Theologen, die sich am Werk Ratzinger inspirieren“.
Seit 2016 war er zudem Abtpräses der Österreichischen Zisterzienserkongregation und übernahm von 2017-2018 auch als Administrator die Leitung des Stiftes Rein. Nach einer schweren Herzerkrankung legte er im August 2025 sein Amt als Abtpräses zurück.
Mit unerschütterlicher Treue zum 2. Vatikanischen Konzil hat er versucht, in seinem Wirken die katholische Glaubenstradition mit moderner Öffentlichkeitsarbeit zu verbinden. Er garantierte eine sorgfältig gefeierte Liturgie im Stift Heiligenkreuz. In seiner Amtszeit traten viele junge Männer in das Stift Heiligenkreuz ein. In seiner Amtszeit gründete das Stift Heiligenkreuz das Priorat Neuzelle in Deutschland und unterstützte sehr die zisterziensisch geprägte Klostergemeinschaft Stella Maris in Sri Lanka, wo Abt Maximilian 2019 das Kloster zusammen mit Kardinal Malcolm Ranjith einweihen durfte. Als Pater Immediatus war er auch die Zisterzienserinnenabtei Marienkron mitverantwortlich.
Abt Maximilian ermöglichte auch den Ausbau der Hochschule, der durch den großen Zustrom von Studenten nötig wurde, und stärkte durch seine theologischen Studien ihr Profil als Hochschule Papst Benedikt XVI. Seit einigen Jahren wird auch den Lizenziatslehrgang „Monastische Ordensstudien“ und „Spiritualität und Evangelisation“ angeboten. In seiner Amtszeit erfolgte die Errichtung der neuen Hochschulbibliothek, des Studentenheimes Janos-Brenner-Haus und der Heiligenkreuzer Lourdes-Grotte, die Erweiterung des Priesterseminars Leopoldinum, die Neugestaltung der Kreuzkirche und vieles mehr.
Seit seiner gesundheitlichen Krise im August 2025 gesundheitlich angeschlagen, war es ihm noch gegönnt, die Apostolische Visitation in seiner Amtszeit zu einem guten Abschluss zu bringen. Seine Rücktrittsankündigung erfolgte am 20. August 2026, dem Fest des heiligen Bernhard. Nach fast 30 Jahren in Leitungsverantwortung legte er am 14. September, dem Fest der Kreuzerhöhung, sein Amt in jüngere Hände.
Nach der Abtswahl: Abtpräses Wolfgang Wiedermann, der die Wahl Abtswahl leitete, der neue Abt Maximilian Heim, und der „Altabt“ Gregor Henckel Donnersmarck.

Altabt Gerhard und Altabt Gregor (hier im Bild) legen als erste in die Hände des neuen Abtes Maximilian das Homagium (Gehorsamsversprechen) ab.

Mit seinen beiden Vorgängern Altabt Gregor Henckel-Donnersmarck und Altabt Gerhard Hradil

Stift Heiligenkreuz – Aktiv seit 1133

Am 17. September 2026 nach der Wahl des neuen Administrators (v.l.n.r.: P. Subprior Kilian Müller (Neuzelle), P. Administrator Simeon Wester und Abt em. Maximilian Heim.

Kloster auf Zeit ist ein Angebot für junge Männer, die über eine geistliche Berufung nachdenken.
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Pater Mag. Tarcisius Sztubitz