Neu: Wir beten die Komplet in Dunkelheit (28.12.12.)

Seit Weihnachten gibt es für uns Mönche eine wichtige liturgische Neuerung, für die wir sehr dankbar sind: Wir singen unser letztes Chorgebet, die „Komplet“ um 19.45 Uhr, mit der gleichsam der liturgische Zyklus unserer täglichen Gebete „komplett“ ist, in Dunkelheit. Das entspricht einem uralten monastischen Brauch. Wir sind Abt Maximilian sehr dankbar, dass er unsere Bitten erhört hat und uns das wieder erlaubt hat. Dazu müssen wir Mönche freilich die lateinischen Hymnen und die 3 Psalmen der Komplet auswendig können, aber das schaffen auch die Jungen nach einigen Wochen. Foto: Zum abschließenden Abschiedsgruß an die Muttergottes, dem „Salve Regina“, brennen nur die zwei Kerzen am Altar, danach knien wir nieder, die Kerzen werden gelöscht, dann ist es absolut finster. Wir beten uns ja in die Nacht, in das nächtliche Stillschweigen. Am nächsten Tag um 5.15 Uhr beginnen wir dann wieder mit der Bitte an Gott: „Domine, labia mea aperies! Herr, öffne meine Lippen.“