Nach Jahrzehnten wurde das historische Heiligenkreuzer Ostergrab wiedererrichtet (31.03.13.)

P. Roman, der Kustos der Kunstsammlung, hat ein altes Ostergrab aus dem 17. bzw. 19. Jh. revitalisiert. Die vier bemalten Figuren waren jahrelang eingelagert und durch Feuchtigkeit ziemlich beschädigt. Die Restaurierung hat Franz Hobl, Neulengbach, durchgeführt. Es hat uns natürlich was gekostet, aber das ist eben unser kultureller Auftrag! Die zwei auf Karton gemalten Engelfiguren (Ende 17. Jh.) gehörten ursprünglich zu einem Kulissengrab mit dazugehörender Scheinarchitektur. Sie halten jeweils eine Kristallkugel in der Hand. Die beiden Wachesoldaten (um 1900, von Hermann Nigg) sind schlaftrunken. Mundgeblasenen Glaskugeln sind mit gefärbtem Wasser gefüllt und von hinten beleuchtet, ihre knalligen Farben symbolisieren Freude. Das ist eben barocke Volkskunst! Der Stein ist vom Grab weggewälzt, das Grab ist leer. Drin steht eine Kristallkugel mit goldgefärbtem Wasser: Symbol der Auferstehung. Foto: Man kann das Heiligenkreuzer Ostergrab jederzeit in der Antoniuskapelle, in der Abteikirche, frei zugänglich besuchen.