Im Rahmen der Wallfahrt der Kaiser-Karl-Gebetsliga für den Völkerfrieden besuchte Seine Eminenz Gerhard Ludwig Kardinal Müller am Wochenende das Stift Heiligenkreuz. Nach der Feier der Montagsmesse hielt er im vollbesetzten Kaisersaal einen sehr persönlichen Vortrag zum Thema: „Warum bin ich Christ“.
Ausgehend von der Geschichte der Religionskritik – von der Aufklärung über David Friedrich Strauß und Friedrich Nietzsche bis hin zu Bertrand Russell und Richard Dawkins – setzte sich der Kardinal mit zentralen Einwänden gegen den christlichen Glauben auseinander. Dazu zählen die Frage nach der Erkennbarkeit Gottes, das Problem des Leids, das Verhältnis von Glaube und Wissenschaft sowie die Kritik an Kirche und Offenbarung.
Seine Antwort war ein persönliches Glaubenszeugnis: Christentum sei für ihn weder eine naturwissenschaftliche Welterklärung noch eine politische Ideologie, sondern Beziehung zu Jesus Christus. In ihm, so Müller, begegnet der Mensch dem Sohn Gottes, der menschliches Leben, Leiden und Sterben teilt und Hoffnung auf Erlösung und ewiges Leben schenkt.
Der Kardinal hob zudem hervor, dass der Glaube Vernunft nicht ausschalte. Die Wirklichkeit Gottes übersteige zwar menschliche Begriffe und theoretische Systeme, könne aber im Hören auf das Wort Christi erkannt werden. Die Glaubenslehre sei für ihn keine Ansammlung unverbundener Behauptungen, sondern erschließe sich in ihrem Zusammenhang und in ihrer Ausrichtung auf Christus.
Besonders deutlich wurde der Vortrag dort, wo Müller die Bedeutung der Menschwerdung und Auferstehung Christi für das Verständnis des Menschen betonte. Im Geheimnis Christi finde der Mensch Sinn, Orientierung und Hoffnung – auch angesichts des Todes. Die Kirche beschrieb er dabei nicht als bloße soziale Dienstleisterin, sondern als Gemeinschaft der Gläubigen und als Sakrament des Heils.
Zum Abschluss stellte Kardinal Müller sein Vertrauen in das Zeugnis der Apostel und in die Gemeinschaft der Kirche heraus. Christ zu sein bedeute für ihn, in der Hoffnung auf Christus zu leben und in der Gemeinschaft der Glaubenden Halt zu finden – in einer Gemeinschaft, die zugleich aus Heiligen und Sündern besteht.
Hier folgende Links zum Nachhören:
– Predigt beim Konventamt am 11. Oktober
– Predigt bei der Montagsmesse am 12. Oktober
– Festvortrag „Warum bin ich Christ“
Bilder gibt es hier zum Nachsehen.
Klosterpforte Auskunft:
Rufen Sie uns an:
+43-2258-8703-0
Öffnungszeiten der Pforte:
Täglich geöffnet - Komm und sieh!
08:00 - 12:30 Uhr
13:00 - 17:15 Uhr
Wir beten für Sie jeden Dienstag live um 13 Uhr.
Täglich geöffnet!
Besuchen Sie uns in Heiligenkreuz
Klosterbesichtigung mit Audio Guide:
Montag bis Samstag: 09:00 – 11:30 Uhr (letzter Einlass 10:30 Uhr), 13:30 – 17:15 Uhr (letzter Einlass 16:30 Uhr)
Sonn- und Feiertage: 13:30 – 17:15 Uhr (letzter Einlass 16:30 Uhr)
Sonntag und Feiertag Vormittags keine Besichtigung.
Laden Sie sich kostenlos den Audioguide auf ihr eigenes Handy mit Hearonymus. Der Audioguide ist in 9 Sprachen verfügbar: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Ungarisch, Tschechisch, Polnisch und Russisch.
Unsere Kirche ist ein Haus Gottes. Während liturgischer Feiern (Beerdigungen, Hochzeiten, …) sind Sakristei und Kirche nicht zu besichtigen. Informationen erhalten Sie an der Pforte oder hier.
Die täglichen Zeiten für das Chorgebet:
5.15 Uhr
Vigilien
6.00 Uhr
Laudes
6.25 Uhr
Konventmesse
12.00 Uhr
Terz und Sext
12.55 Uhr
Non
18.00 Uhr
Gesungene
Lateinische Vesper
19.45 Uhr
Komplet und
Salve Regina