Sie glänzen, schimmern und leuchten wieder in der Sonne: Die frisch vergoldeten Adler des Josephsbrunnens von 1739 im Stiftshof in Heiligenkreuz. Nach aufwendigen Arbeiten ist der Brunnen wieder funktionstüchtig und wieder in Betrieb mit den goldenen Kaiseradlern als besonderes Schmuckstück. Die Wasser speienden Adler, die die bei Brunnen üblichen Fische oder Delphine ersetzen, repräsentieren symbolisch die Verbindung der Zisterzienserabtei Heiligenkreuz mit der Habsburgermonarchie und insbesondere mit der ‚pietas austriaca‘, der Frömmigkeit des Kaiserhauses.
Als die Dreifaltigkeitssäule 1736-1739 im Stiftshof im Bau war, musste die Neugestaltung des Brunnens Dringlichkeit annehmen, denn gegenüber der barocken Pracht der Säule konnte der kleine Renaissancebrunnen nicht bestehen. Da es am Graben in Wien, dem Hauptplatz der Stadt, neben der Dreifaltigkeitssäule auch einen Josephsbrunnen gab, ist es nicht weiter verwunderlich, dass das Kloster Heiligenkreuz hier nachzog. Kaiser Leopold hatte die erotisierenden und ‚unanständigen‘ Darstellungen des ‚Raubs der Sabinerinnen‘ und der ‚Entführung der Persephone‘, die Renaissancekünstler geschaffen hatten, kurzerhand durch Brunnenfiguren der Heiligen Leopold und Joseph ersetzen lassen, die dort bis heute stehen. Also erhielten der Architekt, der ‚niederösterreichische Landesbaumeister‘ Franz Anton Pilgram und der Bildhauer Giovanni Guiliani den Auftrag, etwas Ansprechendes für den Innenhof des Klosters zu schaffen. Die beschwingte Architekturszenerie und die bewegte Standfigur des heiligen Josephs erfreuen bis heute die Besucher des Stifts. Wer genau hinsieht, kann auch noch drei biblische Szenen entdecken: Laban und Rebekka am Brunnen, Hagar und Ismael finden eine Quelle in der Wüste und Christus mit der Samariterin am Brunnen mit der Verheißung, dass er das ‚lebendige Wasser‘ des Heiligen Geistes spenden wird.
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