Die Heiligkeit der Karmelitinnen als Opernstoff (14.01.08)

Da wir durch die 3km entfernten Karmelitinnen in Mayerling deren Spiritualität sehr schätzen, möchten wir auf ein Kulturereignis der besonderen Art aufmerksam machen: Ab 19. Jänner 2008 spielt das Theater an der Wien die ergreifende Oper von Francis Poulence „Dialogues des Carmélites“. Die Handlung geht auf das tatsächliche Martyrium der 16 Karmelitinnen von Compiegne am 17. Juni 1794 zurück, die in Folge der Französischen Revolution enthauptet wurden. Gertrud von LeFort hat aus dem Stoff die Novelle „Die Letzte am Schafott“ gemacht, wo die ängstliche Schwester Blanche sich zuerst vor der Verhaftung vesteckt, am Schluss jedoch bekennt und als Letzte enthauptet wird. Georges Bernanos hat diesen Stoff in „Die begnadete Angst“ nochmals verstärkt und dramatisiert. In beiden Romanen kommt das vielleicht Urtümlichste des christlichen Glaubens zum Ausdruck: Dass sich Gottes Kraft in menschlicher Schwachheit durchzusetzen vermag, und nur dort… Francis Poulence hat das Ganze zu einer Oper vertont, und so kann man in der Wiener Kulturszene einmal etwas wirklich Substantielles anschauen… – Foto: Eine Szene aus den „Dialogues des Carmélites“