Wussten Sie schon, dass ein Abt – ähnlich wie ein Bischof – besondere Amtszeichen trägt und was der Stab bedeutet?
Wer an einen Bischof denkt, hat meist sofort die Insignien („Amtsabzeichen“) vor Augen: Mitra, Bischofsstab, Brustkreuz, Ring. Auch ein Abt darf diese Zeichen der Vollmacht, auch Pontifikalien genannt, tragen. Daher kommt auch der Name „Pontifikalvesper“ oder „Pontifikalamt“.
Eines dieser Zeichen ist der Krummstab, auch Pastorale genannt. Wie die Krone eines Königs oder die Amtskette eines Bürgermeisters ist auch der Krummstab ein Zeichen des Amtes. Er steht allerdings nicht für Macht, sondern für den Dienst. Sein Vorbild ist der Hirtenstab eines Schäfers. Er erinnert daran, dass der Abt – wie Christus, der Gute Hirte – Verantwortung für die ihm anvertraute Gemeinschaft trägt. Bei der Weihe heißt es deshalb: „Trage Sorge für die ganze Herde Christi.“
Vielleicht ist Ihnen noch ein kleines Detail aufgefallen: Trägt der Abt den Krummstab selbst, zeigt die Krümme nach vorne. Wird er von einem Ministranten gehalten, zeigt sie nach hinten.
Schon im Mittelalter galt der Spruch: „Unter dem Krummstab ist gut wohnen“, denn wo ein guter Hirte Verantwortung übernimmt, dürfen Menschen sich geborgen wissen. „Der Herr ist mein Hirte; nichts wird mir fehlen…“ (Ps 23,1)
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Non
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