Willkommen zur Jugendvigil

Die Jugendvigil am 1. Freitag des Monats im Stift Heiligenkreuz ist etwas für normale coole Jugendliche ab der Firmung, die sich gemeinsam auf ein Abenteuer mit Gott einlassen wollen.

Es gibt dafür bestimmte Regeln, darum ist es gut, wenn Du Dir das Nachfolgende durchliest.

Jugendvigil?! - Abgefahren!

Das ist mal ganz etwas anderes!

Wenn Du zur Jugendvigil kommen willst, dann musst Du Dich darauf einstellen, etwas Abgefahrenes zu erleben: und zwar im wahrsten Sinn des Wortes: bei der Jugendvigil fahren wir auf eine Begegnung mit Gott ab.

Die Jugendvigil reißt Dich heraus aus dem Normalen, Faden, aus dem was alle anderen tun! - Echt abgefahren! Wenn Du aber keine Action für Deine Seele magst, dann komm bitte nicht. Wir wollen nur Abenteurer, die bereit sind, sich auf Neues und Großes einzulassen!!!

(Jugendvigil auch im Kloster Stiepel in Bochum!)

Auch in unserer Neugründung in Bochum gibt es sei 2012 eine Jugendvigil. Hier geht es zur Seite der Stiepeler Jugendvigil.

Jugendvigiltermine 2017

Jugendvigil ist jeden 1. Freitag im Monat

Start ist um 20.15 Uhr, Ende um ca. 21.45 Uhr, danach ist noch Agape mit Open End. Man kann jederzeit in der Jugendherberge übernachten!


13. (!!!) Jänner 2017
03. Februar 2017
03. März 2017
07. April 2017
05. Mai 2017
02. Juni 2017
07. Juli 2017
04. August 2017
01. September 2017
06. Oktober 2017
03. November 2017
01. Dezember 2017

... also jeden 1. Freitag im Monat, immer jeden 1. Freitag...

Jeden 1. Freitag im Monat!

Und was tut man bei einer Jugendvigil? 

Hallo, lies das, vielleicht hast Du dann auch Lust, zur Jugendvigil nach Heiligenkreuz zu kommen! Das ist immer am ersten Freitag im Monat. Du wirst nicht allein sein: Es kommen so 150 bis 200 Jugendliche. Aber die Sache ist steil: ein intensiver Gebetsabend, den die Mönche gestalten. Ja, in Heiligenkreuz sind nämlich echte Mönche! Und die freuen sich über die jungen Leute, die da immer zusammenströmen.

Du kannst schon um 19.45 Uhr am Abendgebet (Komplet) der Komplet der Mönche in der Abteikirche teilnehmen. Um 20.15 Uhr geht es dann in der Kreuzkirche los: Die Mönche ziehen ein und eröffnen mit einem Stück gregorianischen Choral. Das Latein ist vielleicht deshalb so cool, weil es ziemlich unverständlich ist; die Melodien gehen auf jeden Fall rein!

Dann geht es los zu einer Lichterprozession in die dunkle riesige Abteikirche. Singend ziehen wir dann weiter durch die Klosterräume, den Kreuzgang. Dort wir angehalten und ein junger Mönch liest eine Geschichte vor.

Wer singt, betet doppelt... auch wer falsch singt!

Der Anfang läuft also wie eine Wallfahrt ab: man geht mit Kerzen durch mittelalterliche Räume und betet. Das ist eine gute Einstimmung. Wenn alle wieder in der Kreuzkirche sind, dann geht es weiter mit Lobpreis: inzwischen hat sich eine Band gebildet, wo auch einige junge Mönche mitspielen, einer spielt z. B. Gitarre, einer Violine. Ein Jugendlicher ist sogar Komponist. Die Lieder sind (meistens) mitreißend, einige sind so eine Art katholische "Ohrwürmer".

Dann kommt eine kurze Predigt, bei der Du schwer einschlafen kannst. Manchmal kann man etwas dabei lernen. Vielleicht zündet es sogar bei Dir. Das macht immer ein anderer Priester. Oft spricht auch Pater Karl, der so eine Art Organisator für den Event ist.

Am Schluss gibt es einen Feierlichen Segen, oft auch einen Primizsegen durch einen Neupriester. Dann werden auch andere Jugendveranstaltungen angekündigt, denn es ist ja in und um Wien einiges los! - Komm und sieh!

Du hast die Chance, Gott zu begegnen!

Dann wird es wirklich intensiv: es folgt die eucharistische Anbetung mit der Möglichkeit zu freiem Gebet. Die Jugendvigil ist dazu da, dass Du Gott die Chance gibst, Dich im Herzen zu berühren. Ehrlich: wir trauen ja Gott oft gar nicht zu, dass es ihn gibt, und dass er wirklich auf meiner Seite steht. Bei der Jugendvigil kann er Dir das Gegenteil beweisen. Jesus sagt ja: "Bittet, und ihr werdet empfangen, klopft an un deuch wird aufgetan!"

Eigentlich ist Gott immer schon da! Aber wir vergessen auf ihn. Irgendwie hat Gott ja das Problem, dass er unsichtbar ist. Aber er ist unicht un-wirk-lich, nein, er WIRKT, wenn man ihn lässt. Sein "Problem" ist also mehr DEIN Problem, dass Du nämlich auf ihn vergisst. - Na jedenfalls ist die Jugendvigil wirklich so ein Augenblick, wo man spürt, dass Gott etwas bei mir bewirken kann.

Nachher: Agape im Jugendraum!

Nach der Jugendvigil gibt es noch einen kleinen Imbiss im Jugendraum und eine frohe Begegnung. Da wird es zwar oft eng, aber gemütlich. Wer Zeit hat, kann neue Freunde kennenlernen oder mit einem netten Frater oder Pater von den Zisterziensern sprechen.

Wer übernachten möchte, kann das immer tun! Die Jugendherbergen oder Matratzen in der Hochschule stehen zur Verfügung!

Frater Georgs Jugendvigil-Geschichten

Jugendvigil-Geschichten: auf einem eigenen Blog

Für jede Jugendvigil schreibt ein junger Mitbruder aus dem Stift Heiligenkreuz eine kleine Geschichte, die meist im Kreuzgang vorgelesen wird. Diese Kreuzganggeschichten gibt es auf einem eigenen Blog. Du kannst hier nachlesen. Gott wirkt auch heute.

Nur für junge Leute! Keine Oldies bitte!

Erwachsene dürfen nur als "Chauffeure" kommen!

Erwachsene sollen nicht teilnehmen! Die Jugendvigil zieht nämlich viele fromme Erwachsenen an, aber das ist eine Gefahr für die Jugendlichen: Jugendliche wollen ja unter sich sein; das ist eine psychologische Spielregel. Daher sollen Erwachsene nur kommen, wenn sie Jugendliche "chauffieren". Die jungen Leute brauchen den Freiraum! Ein Bursch hat einmal zu P. Karl gesagt: "Heute bin ich neben einer alten Oma gesessen..." Naja, die "alte Oma" war noch keine 50... aber so fühlen junge Leute eben.

Kluge Erwachsene verstehen das, auch wenn sie liebend gerne mitgebetet hätten. Um die Enttäuschung abzumildern, gibt es im Anschluss an die Jugendvigil ab 22 Uhr bis 7 Uhr morgens (!!!) die Möglichkeit zur »Liturgische Nacht«: Anbetung, Mitternachtsmesse um 23.30 Uhr steht da auf dem Programm. Nach der Jugendvigil gibt es eine Art Schichtwechsel: wenn die Jugendlichen um 21.45 Uhr aus der Kreuzkirche zur Agape strömen, warten draußen schon die Erwachsenen auf den Einlass zur Liturgischen Nacht... Ohne das Gebet der Erwachsenen würde die Jugendvigil nicht funktionieren.

Bitte keine Firmgruppen: Firmung ist Voraussetzung!

Mitteilung des Jugendseelsorgers

Es ist schön, dass die Jugendvigil so viele anzieht. ABER: Bei einer Jugendvigil kam es einmal mit über 420 Jugendlichen zu einer bedenklichen Überfüllung der Kreuzkirche, vor allem deshalb, weil viele Firmgruppen zu uns gebracht wurden. Wir freuen uns an sich über jeden, der zu uns kommt, doch solche Massen sind schon rein polizeilich nicht verantwortbar. 

Außerdem sehe ich als Mitbegründer der Jugendvigil durch die eingetretene Situation die ursprüngliche Absicht der Jugendvigil gefährdet: nämlich unser Kloster für gläubige und reife junge Menschen zu öffnen, die mit uns und bei uns beten. Wir Zisterzienser wissen um die Notwendigkeit einer Gebetserziehung von Firmlingen, doch verstehen wir unter unserer Jugendvigil kein katechetisches Instrument der Firmvorbereitung. Da Opens internal link in current windowdie bisher schon geltenden Regeln für die Teilnahme zu wenig beachtet werden, formuliere ich sie hiermit präziser:

1.) An der Jugendvigil dürfen in der Regel nur gefirmte junge Menschen im Alter von 14 bis 35 Jahren teilnehmen; wir betrachten die Siegelung durch den Heiligen Geist als Bedingung für die Teilnahme von Katholiken.

2.) Geschlossene Firmgruppen dürfen nicht teilnehmen. Einzelne Ungefirmte dürfen in Ausnahmefällen teilnehmen, gerne, klar! Aber diese brauchen eine persönliche und schriftliche Erlaubnis von mir dazu, z. B. per Email, die am Eingang den Türstehern vorzuweisen ist. Also bitte einfach schreiben: pkw(at)stift-heiligenkreuz.at. Ich erteile die Erlaubnis dann für 3x.

3.) Erwachsene über 35 dürfen nicht an der Jugend(!)vigil teilnehmen, außer wenn sie Jugendliche chauffieren oder betreuen. Dies wurde bisher sehr gut respektiert. Die Erwachsenen laden wir ausdrücklich zur 'Matutina Mariana' am Samstag nach der Jugendvigil ein, die eine Art 'Erwachsenenvigil' ist.

4.) Priester, Diakone und Ordensleute unterliegen keiner Altersbegrenzung und sind herzlich immer zur Mitfeier eingeladen.

5.) Unsere Ostiarier (Türsteher) dürfen in Zukunft niemand mehr einlassen, der die genannten Bedingungen nicht erfüllt.

6.) Ich weise darauf hin, dass wir Zisterzienser im Stift Heiligenkreuz für Firmgruppen andere Formen der pastoralen Betreuung anbieten, Opens internal link in current windownämlich individuell gestaltete Führungen, Nachmittage usw., wo unsere Mitbrüder auch dauernd im Einsatz sind.

Dass soviele Jugendliche zu uns kommen, ist an sich wirklich schön, und es blutet uns das Herz, dass wir die Situation nicht anders bewältigen können. Umso mehr bitten wir alle Verantwortlichen die neuen Regeln zu respektieren, damit wir als klösterliche Gemeinschaft fähig bleiben, weiterhin die Jugendvigil zu veranstalten.

Pater Dr. Karl Wallner, Jugendseelsorger des Klosters, 4. April 2009

Einige Bilder!

Damit Du einen Eindruck bekommst! Es ist wirklich schön!

Ach ja: wenn Du monatlich ein Erinnerungsmail wegen der Jugendvigil oder anderer Veranstaltungen erhalten möchtest, maile einfach dem Pater Karl: pkw(at)stift-heiligenkreuz.at...


Warum machen die Mönche das?

Eine Schule des Gebetes

Für die Jugendlichen wollen wir ausdrücklich »normal« sein in unseren Gebets- und Gottesdienstformen und trotzdem die Schönheit voll zum Ausdruck bringen, die in der katholischen Liturgie liegt. Die Jugendvigil soll eine Schule des Gebets sein und einen Raum bieten, wo Gott einen anrühren kann. Kurz: Die Gestaltung ist so, dass sie zu uns Mönchen passt und dennoch jugendgemäß ist. Weil es um eine Gebetsschule geht, ist die Jugendvigil eben keine Eucharistiefeier, sondern der Lobpreis und die eucharistische Anbetung stehen im Mittelpunkt.

Daneben ist uns die Hinführung zur Beichte ganz wichtig. Wir bieten Beichtgelegenheiten an, und die heutigen Jugendlichen sind total offen für die Beichte, beichten ganz offen und ehrlich, wenn man sie dazu hinführt. Wir brauchen immer mehrere Beichtväter. Wichtig ist uns, dass wir als Gemeinschaft wahrgenommen werden. Die Jugendvigil ist daher nicht die Sache des Jugendseelsorgers, sondern des ganzen Konventes.

Pater Karl Wallner, Jugendseelsorger
pkw(at)stift-heiligenkreuz.at

 
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