Eine unsichtbare Gemeinschaft

Die Mitbrüder, die uns durch den Tod vorausgegangen sind, gehören zu uns. Täglich feiert ein Priester von uns die Heilige Messe für die armen Seelen der Verstorbenen, besonders für die heimgegangenen Mitbrüder. Wir beten für sie, wir dürfen aber auch sicher sein, dass sie uns nicht vergessen, sondern für uns jetzt von anderswo bitten und beten. Unsere verstorbenen Mitbrüder sollen deshalb auch auf der Homepage nicht vergessen sein. Es ist eine große Gemeinschaft, die ja von 1133 herreicht. Die Vorausgegangenen der letzten Jahre sollen hier auch mit ihren Biographien wiedergeben werden.

Fidelium animae per misericordiam Dei requiescant in pace!
Die Seelen der Verstorbenen mögen durch Gottes Barmherzigkeit ruhen in Frieden!

Abt Christian Feurstein

† 12. März 2017

Abt Christian, Sohn von Dr. Guntram und Antonia Feurstein, wurde am 14. Oktober 1958 mit seinem Zwillingsbruder Johannes in Hohenems geboren und erhielt den Taufnamen Georg Maria. Er besuchte dort die Volksschule und maturierte im Jahr 1977 am Bundesoberstufenrealgymnasium in Dornbirn. Noch im gleichen Jahr trat er in das Zisterzienserstift Heiligenkreuz ein und wurde am 18. November1977 zusammen mit dem späteren Abt Gregor Henckel Donnersmarck eingekleidet. Am Vorabend von Allerheiligen legte er 1978 die Zeitliche Profess ab und studierte von 1978 bis 1983 an der Phil.-Theol. Hochschule Heiligenkreuz. Nach der Feierlichen Profess zu Allerheiligen 1981 wurde er am Pfingstmontag 1983 in Heiligenkreuz zum Priester geweiht. Anschließend war er von 1983 bis 1987 Kaplan der Stiftspfarre Neukloster in Wiener Neustadt und von 1987 bis 1988 Magister der Juniores im Stift Heiligenkreuz. 1988 wurde er zusammen mit drei weiteren Mitbrüdern zur Neugründung des Klosters Stiepel ins Ruhrgebiet nach Bochum ausgesandt, der ersten Neugründung von Heiligenkreuz nach 661 Jahren. Dort war er Subprior, Kämmerer und Wallfahrtsrektor, schließlich von 1999 bis 2002 Novizenmeister und Kantor, bis er ab 2001 mit der Leitung des Priorates Stiepel beauftragt wurde. 2004 wurde er von Abt Gregor Henckel Donnersmarck wieder nach Heiligenkreuz zurückberufen und zum Prior und Novizenmeister des Stiftes Heiligenkreuz bestellt. Durch seine stille, bescheidene und liebevolle Art hat er viele Mitbrüder in das klösterliche Leben eingeführt und tief geprägt. Am 8. Juni 2010 wurde er durch einstimmige Wahl zum Abt des Zisterzienserklosters Stift Rein in der Steiermark postuliert. Nach Bestätigung der Wahl durch Papst Benedikt XVI. erfolgte die Abtsweihe zum 57. Abt des weltältesten Zisterzienserklosters am 21. August 2010 durch Generalabt Dom Maurus Esteva Alsina OCist unter dem Vorsitz des Grazer Diözesanbischofs Egon Kapellari. Im selben Jahr wurde Abt Christian vom Generalkapitel des Zisterzienserordens zum Mitglied der Ordenssynode in Rom gewählt. 2013 wurde er in den Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem aufgenommen und durch den Großmeister Edwin Frederick Kardinal O‘Brien in der Basilika Mondsee investiert. Er gehörte der
Komturei Graz an und war ab 2016 Mitglied der Komturei Baden-Wiener Neustadt. Als Abt von Rein bemühte sich Abt Christian besonders um die Stabilisierung der klösterlichen Gemeinschaft, um die Seelsorge in den Pfarren des Stiftes Rein sowie um die Sanierung der wirtschaftlichen Lage des Klosters. Die lang ersehnte Innenrestaurierung der Stiftsbasilika konnte in dieser Zeit vollendet werden. Im Jahr 2015 musste er aufgrund einer schweren Herzerkrankung alle Ämter zurücklegen und kehrte nach langen Spitalsaufenthalten in Graz und Wien wieder nach Heiligenkreuz zurück. Ein im Zuge einer Operation erlittener Schlaganfall konnte seine Lebensfreude in den letzten zwei Jahren nicht mindern. Mit viel Geduld lernte er neu zu sprechen und nahm in beeindruckender Demut und Fröhlichkeit des Herzens diese Zeit als Geschenk Gottes an. Nach zwei weiteren sehr schweren Operationen im Jänner 2017 wurde Abt Christian trotz sehr sorgfältiger und liebevoller Intensivpflege im AKH Wien nach den Sterbegebeten und während des von den Mönchen gesungenen Salve Regina mit der Bitte an die Gottesmutter: „… wende deine barmherzigen Augen uns zu, und nach diesem Elend zeige uns Jesus, die
gebenedeite Frucht deines Leibes. O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria“ vom Herrn heimgerufen.
Wir trauern um einen besonders liebevollen und herzlichen Mitbruder, der viele Menschen durch sein Leben und sein Wesen sehr gestärkt und aufgebaut hat und vertrauen ihn voller Hoffnung Gott, dem barmherzigen Vater, an, dem er ein Leben lang gemäß seines Primizspruchs „Herr, Du weißt alles. Du weißt auch, dass ich Dich lieb habe“ gedient hat.

Pater Gottfried Eder OCist

+ 21. Dezember 2014

Am + 21. Dezember 2014 hat Gott, der barmherzige Vater, hat am 21. Dezember 2014, dem 4. Adventsonntag, unseren lieben Mitbruder Pfarrer i. R. Geistlichen Rat Pater Gottfried Karl Eder OCist, geboren am 17. Mai 1937 in Heiligenkreuz, nach langem Leiden, das er mit großer Geduld ertragen hat, versehen mit den hl. Sakramenten der Kirche, zu sich heimgerufen. P. Gottfried verstarb, begleitet von den Gebeten und Gesängen seiner Mitbrüder, kurz vor dem sonntäglichen Konventamt. Noch am Hochfest der Unbefleckten Empfängnis Mariens hat er im Kreise unserer Novizen ein Gebet gesprochen, in dem sein tiefes Gottvertrauen zum Ausdruck kommt: „Lieber Gott, hilf mir, lieber Gott hilf mir diese Stunden und Tage mit Geduld zu ertragen. Lieber Gott, hilf mir, den Sinn dieser Stunden und Tage zu verstehen, lieber Gott, zeig‘ mir, dass nicht ich, sondern Du der Weg bist. Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wir beten Dich an und wir preisen Dich, denn durch Dein Heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. – Maria mit dem Kinde lieb, uns allen Deinen Segen gib.“

P. Gottfried wurde als Karl Eder am 17. Mai 1937 in Heiligenkreuz bei Baden geboren. Schon früh erfuhr er die Leiden und Schrecken des 2. Weltkrieges. 1942, genau an seinem fünften Geburtstag, ist sein Vater in Südrussland gefallen. Seine Mutter, die jahrzehntelang als Stiftsköchin bei uns arbeitete, musste ihn alleine erziehen.

Nach der Matura trat er am 7. September 1957 als Novize in unser Kloster ein und legte zu Mariä Geburt 1958 die zeitliche und 1961 die feierliche Profess ab. Seine Diakonweihe empfing er am 25. Februar 1962 im Stephansdom. Am Weißen Sonntag 1963 wurde er von Weihbischof Jakob Weinbacher in der Stiftskirche von Heiligenkreuz zum Priester geweiht. Hier, in seinem Heimatort, feierte er unter großer Beteiligung der Gläubigen am 1. Mai 1963 seine Primiz.
Mit verschiedenen Aufgaben als Jungpriester betraut, wurde er 1967 Kirchenrektor in Grub. Diese Aufgabe behielt er auch, als er 1982 Pfarrer von „Maria Hilf“ in Sulz im Wienerwald wurde.

Ab 1991 bis 2008 leitete er die Stiftspfarre Würflach und wurde zudem 1997 Dechantstellvertreter des Dekanates Neunkirchen. Von der politischen Gemeinde Würflach wurde er mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Außerdem war er Feuerwehrkurat der F.F. Hettmannsdorf-Würflach. Besonders in Grub, Sulz und Würflach wird P. Gottfried als beliebter Seelsorger unvergessen bleiben. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Frau Christiane Hauser, die ihm jahrzehntelang den Haushalt führte und ihm in einigen Bereichen der Seelsorge wie Kinder-, Jugend- und Seniorenbetreuung, wie auch mit ihrem musikalischen Talent als treue Helferin zur Seite stand.

Durch seine fortschreitende Krankheit musste er 2008 seine pastorale Tätigkeit aufgeben und kam ins Stift Heiligenkreuz zurück. Trotz seiner großen Beschwerden konnte er noch im vergangenen Jahr in großer Freude und Dankbarkeit sowohl in Würflach als auch in Heiligenkreuz sein Goldenes Priesterjubiläum feiern. Von seiner Familie leben noch zwei Cousinen in Heiligenkreuz, mit denen er bis zu seinem irdischen Lebensende in gutem und herzlichem Kontakt stand. P. Gottfried suchte bis in seine letzten Wochen immer wieder die Begegnung mit den Menschen, die ihm nahestanden. Noch vor wenigen Tagen besuchte er sowohl die Rekreation der Mitbrüder als auch seine Verwandten.

In seiner Krankheit und der Gewissheit, dem Herrn entgegenzugehen wurde er von seinen Mitbrüdern, besonders von unserem Infirmar P. Tobias und seinen Helfern liebevoll begleitet und gestützt. Immer wieder sprach er in ihrer Gegenwart auch die Gebete, die sein Leben prägten: „Deinen Tod, o Herr verkünden wir und Deine Auferstehung preisen wir, bis Du kommst in Herrlichkeit.“ P. Gottfried starb am 21. Dezember, an dem die Kirche die O-Antiphon betet: „O Oriens“ – „Du Morgenstern“ – „Morgenstern der finstern Nacht, der die Welt voll Freude macht, Jesu mein, komm herein, leucht‘ in meines Herzens Schrein.“ Dieses Licht aus der Höhe möge unseren Mitbruder mit ewiger Freude erfüllen.

Am Montag, 29. Dezember 2014, haben wir den Leichnam unseres verstorbenen Mitbruders um 8.00 Uhr bei der Klosterpforte empfangen und in der Totenkapelle des Kreuzganges aufgebahrt. Am Dienstag, 30. Dezember 2014, haben wir um 14.30 Uhr das feierliche Requiem in der Stiftskirche gehalten und anschließend seinen sterblichen Leib auf dem Klosterfriedhof bestattet.

Die Parte kann man hier downloaden.

Pater Raynald Heffenmeyer OCist

+ 24. Juli 2014

Am 24. Juli 2014, kurz vor der Vollendung seines 83. Lebensjahres, ist unser lieber Mitbruder Geistlicher Rat Pater Raynald Franz Heffenmeyer OCist, geboren am 4. August 1931, Pfarrer i. R., Novizenmeister i. R., Ehrenbürger der Gemeinde Mönchhof, nach mit großer Geduld getragenem Leiden, gestärkt mit den hl. Sakramenten der Kirche in die Freude seines Herrn eingegangen, die er sein Leben lang ausgestrahlt hat. Nach einem mehrwöchigen Spitalsaufenthalt war er glücklich, wieder im Kreis seiner Lieben in Heiligenkreuz die letzten Tage seines irdischen Lebensweges zu vollenden. Rund um die Uhr hielten Mitbrüder bei ihm Wache und erlebten ein Sterben, wie man es sich nur wünschen kann. Am  Vortag seines Hinscheidens versammelten sich Abt und Konvent, um seine Seele dem Herrn und der  Gottesmutter Maria anzuempfehlen, die er stets kindlich verehrt hat. Nach einer ruhigen Nacht konnte er, begleitet vom Gebet seiner Mitbrüder, ohne Todeskampf zu Gott aufbrechen, den er freudig – trotz seiner lebenslangen Beschwerden, verursacht durch die Zöliakie – gesucht hat. Hier führte Gott ein Leben zum Ziel, das Zeugnis für die Wahrheit ablegt: „Die Freude am Herrn ist unsere Stärke.“ (vgl. Neh 8,10)

Als Franz Heffenmeyer wurde er am 4. August 1931 in Weißenbach a. d. Triesting geboren. Er war das dritte von vier Kindern. Dass er überhaupt die ersten Jahre trotz seiner Zöliakie, die Jahrzehnte später entdeckt wurde, überleben konnte, empfand er im Nachhinein als Wunder. Seine liebenden Eltern wurden in schwerer Zeit von einer jüdischen Familie für ihr krankes Kind mit Bananen versorgt, das einzige Lebensmittel, das dieses bei sich behalten konnte. Immer wieder musste er in den ersten vier Lebensjahren in die Kinderklinik nach Lainz. Spindeldürr konnte der junge Mann trotzdem maturieren und trat 1951 ins Stift Heiligenkreuz ein, wo er nach dem Noviziat Theologie studierte. Er legte zu Kreuzerhöhung 1955 seine Feierliche Profess in die Hände von Abt Karl Braunstorfer ab und wurde am 29. Juni 1956 im Stephansdom von Erzbischof-Koadjutor Franz Jachym zum Priester geweiht. Dann folgten verschiedene pastorale Tätigkeiten: Er wurde zunächst im  Konvikt in Heiligenkreuz eingesetzt. Danach wurde er Kaplan in Heiligenkreuz und Kirchenrektor in Siegenfeld (1957-1965) wie auch von Sparbach (1966-1968). Zugleich war er Juniorenmagister (1964-1966), eine Aufgabe, die er auch später noch einmal übernehmen sollte. Außerdem arbeitete er als Bursarius in der Zentralkanzlei des Stiftes (1958-1970). Seine Liebe zum Burgenland wuchs durch den Kontakt zum jungen Konvent der Zisterzienserinnen von Marienkron in Mönchhof, wo er als Spiritual fruchtbar wirkte (1967-1977). Ab 1970 betreute er zuerst als Kooperator und ab 1977 als selbständiger Pfarrer die Stiftspfarre Mönchhof, die ihm ans Herz gewachsen ist, fast 20 Jahre lang. 1989 berief ihn Abt Gerhard Hradil zurück ins Stift zum Novizenmeister (bis 1996) und Juniorenmagister (bis 2001). Zusätzlich wurde er in dieser Zeit Bibliothekar (1990-1995), Kämmerer und Küchenmeister (1995-2001) sowie Kirchenrektor in Siegenfeld (1994-1996).

Der allzeit beliebte Seelsorger blieb trotz der vielen Verpflichtungen immer ein guter Hirte für die ihm Anver-trauten. Er war bereit, mit ganzer Kraft die ihm gestellten Aufgaben zu erfüllen. Noch einmal wurde er im Alter von 70 Jahren von Abt Gregor Henckel Donnersmarck mit der kleinen Pfarre und Wallfahrtskirche Maria Raisenmarkt betraut (2001-2004). Danach berief ihn Abt Gregor zum Subprior des Stiftes (2004-2007) und ab 2007 zum Abtsvikar für die Mitbrüder auf den Pfarren. Er war ein gesuchter Beichtvater, der durch sein liebevolles und barmherziges Wesen vielen Mitbrüdern und Studierenden unserer Hochschule wie auch vielen Gästen im Stift die barmherzige Liebe unseres Gottes aufstrahlen ließ. Seine Treue im Chorgebet und bei Tisch war vorbildlich. Bis in sein letztes Lebensjahr hinein begeisterte er die jungen Novizen durch seine lebendige Hausgeschichte, die er ein Stück selber verkörperte. Seine Darlegungen waren, wie er einmal schrieb, eine „ganz große Liebeserklärung an dieses lebendige Stift“, zu dessen Wachstum er wesentlich mit beigetragen hat. Auch jetzt fühlen wir uns von ihm nicht verlassen, sondern wissen, dass er zu Gott heim-gekehrt in der Mitte der Seinen bleibt.

Am Mittwoch, 30. Juli 2014, haben wir den Leichnam unseres verstorbenen Mitbruders um 8.00 Uhr bei der Klosterpforte empfangen und in der Totenkapelle des Kreuzganges aufgebahrt. Am Donnerstag, 31. Juli 2014, haben wir um 14.30 Uhr das feierliche Requiem in der Stiftskirche gehalten und anschließend seinen sterblichen Leib auf dem Klosterfriedhof bestattet.

Die Parte kann man hier downloaden.

Pater Alberich Strommer OCist

+ 3. September 2013

Am 3. September 2013 kurz vor Mitternacht wurde unser langjähriger Prior GR P. Dr. Alberich Matthias Strommer OCist (*14. November 1925 †3. September 2013 Kapitelsenior, Stiftsarchivar in Ruhe, Dekan em. und Professor em. der Phil.-Theol. Hochschule Heiligenkreuz) von Gott heimgerufen, versehen mit den Sakramenten der Kirche. Bei der letzten Begegnung mit ihm im Hartmannspital in Wien, in das er wenige Stunden vor seinem friedlichen Hinscheiden eingeliefert wurde, ließ er alle Mitbrüder herzlich grüßen und gab uns seinen Segen.

Er ist der „gute und treue Knecht“, der mit Fleiß, Umsicht, Sorgfalt, Genauigkeit und Verantwortungsbewusstsein seine unterschiedlichen Aufgaben im Stift, in der Hochschule wie auch in der Seelsorge zuverlässig erfüllte. Sein einfaches, natürliches Wesen zeigte sich in seiner Herzensgüte gegenüber den Mitmenschen und auch gegenüber der ganzen Schöpfung. „Allzeit getreu“ zog er dem Gottesdienst nichts vor und war wie sein Namenspatron ein wahrer „amator fratrum“, ein Freund der Brüder, ein Vorbild brüderlicher Liebe.

Als Matthias Strommer wurde er am 14. November 1925 in Schattendorf (Burgenland) geboren. Er besuchte zunächst das Gymnasium in Eisenstadt, dann in Wiener Neustadt, wo er im Neukloster die Zisterzienser kennenlernte. Während des 2. Weltkrieges leistete er von 1943 bis 1945 Militärdienst bei einer Pioniereinheit in Kroatien, Ungarn und Italien. 1946 wurde er aus der englischen Kriegsgefangenschaft entlassen. Seine Tagebücher, die er seit dieser Zeit bis ins hohe Alter eifrig führte, sind noch ein versiegeltes Werk, das künftigen Generationen Einblick in ein Leben geben kann, das sich ganz dem Herrn anvertraute.

Am 26. Oktober 1946 trat er in das Heiligenkreuzer Noviziat ein und legte am 28. Oktober 1947 seine Profess auf Heiligenkreuz ab. Im Anschluss daran studierte er bis 1952 an unserer Hauslehranstalt. Dabei wurde er als junger Mönch vom Diener Gottes, dem damaligen jungen Abt Karl Braunstorfer, geprägt. Dessen hohes Ideal vom klösterlichen Leben bemühte er sich, in Einfachheit und Bescheidenheit nach Kräften zu erfüllen. Am 29. Juni 1951 wurde er von Theodor Kardinal Innitzer im Stephansdom zum Priester geweiht. Bei seiner Klosterprimiz hielt der spätere Prior P. Walter Schücker die Predigt.

P. Alberich wirkte von 1952 bis 1954 zunächst als Präfekt im Heiligenkreuzer Konvikt. Danach war er Kirchenrektor in Grub, Kaplan in Heiligenkreuz, Kooperator im Neukloster, Excurrens in Würflach, Pfarrer in Trumau und Vikar in Pfaffstätten. Von 1959 bis 1966 war er Novizenmeister im Stift Heiligenkreuz und ein Jahr lang auch Klerikermagister. Seit 1965 war er wieder in der Seelsorge tätig, zunächst in Siegenfeld und danach von 1966 bis 1976 als Stiftspfarrer in Heiligenkreuz.

Nach dieser Zeit begann er seine Dissertation über den Neuklosterabt Anton Wohlfarth (1756-1836), die er 1981 an der Universität Wien erfolgreich abschloss. Von 1978 bis 1983 war er Subprior im Stift. Abt Gerhard Hradil hat ihn 1983 zu seinem ersten Prior ernannt. Dieses Amt hat er bis zu seinem 70. Lebensjahr getragen und wurde danach wieder Subprior bis zum Jahr 2001. An unserer Hochschule lehrte er von 1982 bis zum Jahr 2000 als Professor für Patrologie, Ordens- und Kirchengeschichte. Zweimal wurde er zum Dekan der Hochschule bestellt, 1985-1987 und 1991-1993. Dieses Amt gab er in jüngere Hände als er im Juni 1993 einen leichten Schlaganfall erlitt.

Von 1989 bis 2009 war er Stiftsarchivar. Er verfügte über ein phänomenales Gedächtnis, das ihn auch nach seinem Schlaganfall nicht verließ. Er war ein brillanter Rhetoriker, der mit Überzeugungskraft das Wort Gottes verkündete. Seine besondere Aufmerksamkeit und Liebe galt dem lateinischen Chorgebet und dem gregorianischen Choral. Die Kenntnisse darüber brachte er sowohl im Unterricht als auch bei der Erstellung unseres neuen Psalteriums ein. Der Tagesablauf von P. Alberich war bis ins hohe Alter von einer außergewöhnlichen Regelmäßigkeit bestimmt, nach der man die Uhr stellen konnte. Am Ende seines Lebens hat er als geduldiger und von allen geliebter Mitbruder sein Gebet und sein Leiden dem Herrn hingehalten. Ruhig und ohne Todeskampf ist er im Herrn entschlafen, ein „guter und treuer Diener“, der nach einem langen Leben in die Freude seines Herrn eingehen darf.

Am Mittwoch, 11. September 2013, dem Gründungstag von Heiligenkreuz, haben wir den Leichnam unseres verstorbenen Mitbruders um 8.00 Uhr bei der Klosterpforte empfangen und in der Totenkapelle des Kreuzganges aufgebahrt. Am Donnerstag, dem 12. September 2013, dem Fest Mariä Namen, haben wir um 14.00 Uhr das feierliche Requiem in der Stiftskirche gehalten. Anschließend haben wir seinen sterblichen Leib auf dem Klosterfriedhof bestattet.

Die Parte kann man hier downloaden.

Pater Franz Karl Edlinger OCist

+ 27. Jänner 2011

Die Parte hat – bis auf den letzten Absatz – Pater Franz Edlinger selbst entworfen.

Der barmherzige Gott hat Pater Franz Karl Edlinger in die ewige Heimat gerufen.

 

Geboren am 9.10.1950 in Wolfsgraben/NÖ, gestorben am 27.01.2011 in Pitten/NÖ.Karl Edlinger trat 1970 in das Zisterzienserkloster Heiligenkreuz ein. Nach dem Studium der Theologie wurde er 1976 zum Priester geweiht. Von 1976- 1982 war er Kaplan in der Stiftspfarre Neukloster in Wiener Neustadt. Jugendvespern und Nachtgebete zogen Jung und Alt von nah und fern an. Gemeinsam mit Bischof Florian Kuntner und Fritz Giglinger begründete er die Wüstenbewegung. Wüstentage und –wochen, Wallfahrten und viele andere geistliche Veranstaltungen bewirkten starke geistliche Impulse weit über die Erzdiözese Wien hinaus.

Von 1982-1998 lebte und wirkte Pater Franz im Haus des Friedens in Katzelsdorf bei Wiener Neustadt. In Eucharistiefeiern, Predigten, Vorträgen, Seminaren und vielen Einzelgesprächen brachte Pater Franz den Menschen das Bild des liebenden Gottes nahe. Sein Haus und sein Herz waren offen vor allem auch für die Menschen in den Randschichten der Gesellschaft. Von 1998-2002 fuhr er mit der mobilen Missionsstation „Arche des Friedens“ quer durch ganz Österreich und hielt zahlreiche Vorträge und Glaubensseminare.

Die Krankheit, die nie gänzlich diagnostiziert werden konnte, begleitete ihn seit seiner Geburt. Mit großer Zähigkeit hielt er sein Leiden verborgen. Erst im Jahr 1997 vertraute er seinem engsten Mitarbeiterkreis an, dass diese Krankheit rasch voranschritt und seine Tätigkeit mehr und mehr einschränkte. Ab 2002 litt er zusätzlich an Sehstörungen und Schwindelanfällen. Im Jahr 2004 war die Krankheit mit ihren fürchterlichen Schmerzschüben bereits so stark ausgeprägt, dass Pater Franz seine bisherige Form des priesterlichen Dienstes abbrechen musste. Ein schmerzlicher Prozess des Loslassens setzte ihm immer engere Grenzen. In einem starken Glauben und einer bewundernswerten Zähigkeit versuchte er bis zuletzt das schriftliche Apostolat weiterzuführen und im Gespräch den suchenden Menschen ein offenes Ohr zu schenken.

Nur mit Hilfe sehr starker Schmerzmittel war er überhaupt in der Lage, seine Krankheit zu ertragen. Wie Ijob wurde ihm Stück für Stück genommen, doch er zweifelte nie an der Liebe Gottes, die uns Menschen oft Unbegreifliches zumutet. Seit Mai 2008 lebte Pater Franz im Pflegeheim Mater Salvatoris in Pitten. Die letzten Jahre waren von einer tiefen geistlichen Finsternis geprägt.

Am 27. Jänner 2011 hat der barmherzige Gott seinen Kreuzweg beendet und ihn aufgenommen in die ewige Heimat. Dort möge er gemeinsam mit seinen Vorbildern Bischof Florian Kuntner und Bruder Carlo Carretto für uns alle ein Fürsprecher sein.

Am 8. Februar 2011 um 11.30 Uhr wurde der Leichnam von P. Franz in die Totenkapelle des Klosters übertragen. Am 9. Februar 2011 wurde um 14.00 Uhr in der Stiftskirche Heiligenkreuz das Requiem für Pater Franz gefeiert, dem Abt Gregor Henckel Donnersmarck als Hauptzelebrant vorstand. Es waren ca. 500 Gläubige gekommen. Anschließend fand das Begräbnis am Klosterfriedhof statt. Am Abend seines Begräbnistages fand die Vorwahl für die Wahl des neuen Abtes statt, als welcher am nächsten Tag Abt Dr. Maximilian Heim gewählt wurde.

Pater Ansgar Armin Schepers OCist

+ 23. August 2009

Armin Schepers  erblickte am 15. Mai 1963 in Friedrichsfeld (Voerde) am Niederrhein als Sohn der Eheleute Heinrich und Else Schepers, geb. Schiemann, das Licht der Welt. In der dortigen evangelischen Kirche empfing er am 7. Juli 1963 das Sakrament der Taufe. Seine Eltern verstarben früh, so dass er seit seinem 10. Lebensjahr von seiner Großmutter in Liebe erzogen wurde und in der benachbarten evangelischen Pfarrersfamilie Geborgenheit fand. Nach der Grund- und Hauptschule machte er eine Ausbildung zum Bäcker, die er 1983 in Dinslaken mit der Gesellenprüfung abschloss. Im Jahr darauf ging er für acht Jahre zur Bundeswehr und wurde als Sanitätssoldat bis 1991 in Leer, Hamburg und Münster eingesetzt. Als Hauptgefreiter beendete er seine Zeit als Berufssoldat, wofür er durch seine hohe Einsatzfreude besondere Anerkennung erfuhr.

Es folgte die Umschulung zum staatlich anerkannten Altenpfleger. Nach der Abschlussprüfung im Jahr 1993 arbeitete er zur vollen Zufriedenheit aller im Tag- und Nachtdienst bis 1995 im katholischen St. Elisabeth-Haus, einer Einrichtung für Seniorenbetreuung in Xanten. Durch die dortigen Franziskanerinnen und einen Zisterzienser, dessen Mutter in diesem Seniorenheim lebte, lernte er die Liebe zum Ordensleben näher kennen. Um sich aber selbst einer Gemeinschaft anzuschließen, musste er zunächst konvertieren. Bereits 1994 wurde er im St. Viktor Dom zu Xanten von Weihbischof Heinrich Janssen in die katholische Kirche aufgenommen und gefirmt. Im Jahr darauf ging er ins Noviziat der Vinzentiner (Lazaristen) nach Trier.

Schon während dieser Zeit hatte er seinen Kontakt nach Heiligenkreuz / Stiepel intensiviert und bat im Mai 1996 um die Aufnahme ins Noviziat der Zisterzienser von Heiligenkreuz. Bei seiner Einkleidung zur ersten Vesper von St. Bernhard am 19. August 1996 erhielt er den Ordensnamen Ansgar. Am 14. August 1997 legte er seine Einfache Profess in die Hände von Abt Gerhard Hradil OCist ab, der ihn in die Neugründung nach Stiepel sandte. Dort war er – trotz seines angeschlagenen Gesundheitszustandes – als Chormönch in Treue beim Gebet und bei der Arbeit in Küche und Klosterwäscherei tätig, sowie für das Gastmeisteramt und für den Einkauf verantwortlich. Seine Feierliche Profess auf Heiligenkreuz legte er am 13. August im Heiligen Jahr 2000 in Stiepel vor Abt Gregor Henckel Donnersmarck OCist ab. Ab dem Jahr 2006 hatte er neben den genannten Aufgaben mit Ausnahme der Betreuung der Gäste die Verantwortung als Klosterarchivar übernommen und richtete engagiert das Archiv im Kloster Stiepel ein.

Seine letzte Krankheit – eine aggressive Form der Leukämie – kam wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Nicht einmal eine Woche nach der endgültigen Diagnose verstarb er in der Uniklinik in Essen – vorbereitet durch den Empfang der Sakramente der hl.  Kirche – im Kreis seiner Mitbrüder, die ihn täglich besuchten und ihn im Gebet bis in die letzten Stunden begleiteten. Möge der Auferstandene ihm die Pforte zum ewigen Leben sein.

Unser verstorbener Mitbruder wird am Freitag, dem 28. August, um 11.45 Uhr bei der Klosterpforte in Stiepel empfangen und im Kapitelsaal des Klosters aufgebahrt. Das Feierliche Requiem halten wir am Samstag, dem 29. August, um 10.30 Uhr in der Kloster-, Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Marien von Stiepel. Im Anschluss daran wird er auf dem Klosterfriedhof beigesetzt.

Pater Sighard Sengstschmid OCist

+ 14. Februar 2008

Am 14. Februar 2008 verstarb kurz nach Mitternacht unser Mitbruder P. Sighard Josef Sengstschmid OCist. Er war Mönch der Zisterzienserabtei Stift Heiligenkreuz, Pfarrer in Trumau, Erzbischöflicher Konsistorialrat, Ökonomierat, Ehrenbürger der Marktgemeinde Trumau, Ehem. Zentraldirektor des Stiftes Heiligenkreuz, Dekanatsmännerseelsorger für das Dekanat Baden, Feuerwehrkurat der FF Trumau, Kurat der Wiener Rauchfangkehrer,

Pater Sighard wurde am 30. Mai 1942 in Steinakirchen am Forst, Niederösterreich, geboren und durfte in einer großen Familie aufwachsen. Seinen Geschwistern und Verwandten blieb er zeitlebens eng verbunden. Wenige Wochen nach der Matura an der Handelsakademie in Wiener Neustadt wurde er in Heiligenkreuz eingekleidet und legte im darauf folgenden Jahr, am 20. August 1961, die Zeitliche Profess ab. Mit der Ablegung der Ewigen Gelübde am 20. August 1964 band er sich in feierlicher Weise an Christus und für immer an die Gemeinschaft der Zisterzienser von Heiligenkreuz. Zum Priester geweiht wurde Pater Sighard am 4. Mai 1967 in Heiligenkreuz durch Weihbischof Dr. Jakob Weinbacher.

Als junger Priester wirkte Pater Sighard als Seelsorger in den Stiftspfarren Würflach, St. Johann-Sieding und St. Lorenzen am Steinfeld. Am 28. November 1970 übernahm er die Verantwortung für die Pfarre Trumau, wo er bis zu seinem Tode segensreich wirkte. In diesen 37 Jahren war er nebenbei auch zeitweise Provisor der Pfarrgemeinden Oberwaltersdorf und Pfaffstätten, neun Jahre lang Dechant-stellvertreter bzw. Dechant des Dekanates Baden und vom 12. Jänner 1989 bis zum 3. August 2001 Zentraldirektor und Hauptökonom des Stiftes Heiligenkreuz. In seiner Pfarrgemeinde wirkte er als beliebter und guter Hirte. Seine besondere Sorge galt den Kindern und den alten Menschen. Die Feier der Liturgie war ihm ein großes Anliegen. Neben der seelsorglichen Tätigkeit leitete er mit großem Einsatz die Innen- und Außenrenovierung der Pfarrkirche und des Schlosses Trumau.

In Heiligenkreuz trieb er mit Engagement den Dachausbau für die immer größer werdende Klostergemeinschaft voran. Der Bau des neugegründeten Klosters in Bochum-Stiepel wurde vollendet. Als Leiter der Stiftsbetriebe war er bei allen Arbeitnehmern hoch angesehen und sorgte durch die Genehmigung vieler Investitionen dafür, daß die Betriebe auch langfristig die Lebensgrundlage für unser Haus erbringen können. Sein weises und umsichtiges Wirken wurde vom Bundespräsidenten der Republik Österreich durch die Verleihung des Berufstitels „Ökonomierat“ gewürdigt, Kardinal Dr. Christoph Schönborn ernannte ihn zum Erzbischöflichen Konsistorialrat und die Marktgemeinde Trumau zu ihrem Ehrenbürger.

In seinem Testament schreibt Pater Sighard: „In der Hoffnung, mit allen in der himmlischen Herrlichkeit Gott loben und preisen zu dürfen und Christus von Angesicht zu Angesicht zu schauen, empfehle ich meine Familienangehörigen, meine Mitbrüder im Stift und in der Diözese, meine ehemaligen Mitarbeiter, meine Pfarrangehörigen und viele Freunde und Bekannte der Liebe und dem Wohlwollen Gottes!“ Wir beten, daß der Herr ihm nach einem arbeits- und segensreichen Leben den ewigen Lohn schenke.

Der Leichnam unseres verstorbenen Mitbruders wurde am Mittwoch, dem 20. Februar 2008, um 16.00 Uhr bei der Klosterpforte in Heiligenkreuz empfangen und in der Totenkapelle des Kreuzganges aufgebahrt. Am Freitag, dem 22. Februar 2008, um 10.00 Uhr verabschiedeten wir unseren lieben Verstorbenen in Heiligenkreuz, um ihn nach Trumau zu überführen. Dort war selben Tag um 15.00 Uhr das feierliche Pontifikalrequiem in der Pfarrkirche. Anschließend wurde er in der Gruft der Heiligenkreuzer Patres auf dem Ortsfriedhof von Trumau beigesetzt.

Pater Cornelius Viktor Steffek OCist

+ 5. Februar 2008

P. Cornelius starb am Morgen des 5. Februar 2008 im 100. Lebensjahr, gestärkt durch die Sakramente der hl. Kirche, während der Herr Abt und die Mitbrüder bei seinem Bett die Sterbegebete beteten. Er war Mönch der Zisterzienserabtei Stift Heiligenkreuz, Pfarrer i. R., Kapitelsenior und Senior des Zisterzienserordens, Erzbischöflicher Konsistorialrat Ehem. Landeskurat der Pfadfinder Niederösterreichs,  Träger des Ehrenzeichens für Verdienste um die Befreiung Österreichs,  Ehrenbürger der Gemeinde Alland und Träger des Ehrenringes der Gemeinde Gaaden.

Pater Cornelius wurde am 19. Mai 1908 in Niepolomice in Galizien, nicht weit entfernt von Wadowice, dem Geburtsort von Papst Johannes Paul II., geboren. Der Vater unseres Mitbruders war Offizier bei den Schwarzenberg-Ulanen. Seine Mutter starb früh. Durch die Erziehung im Elternhaus wurde ihm eine Haltung zu Eigen, die besonders in seiner Geradlinigkeit, seiner Korrektheit, seinem Gehorsam und in seiner treuen Verbundenheit mit dem Kaiserreich und dem Haus Österreich zum Ausdruck kam.

1925 lernte Pater Cornelius das Stift Heiligenkreuz kennen. 1926 erhielt er unter Abt Gregor Pöck das Ordenskleid, legte im darauf folgendem Jahr die Zeitlichen Gelübde und am 15. November 1930 die Feierliche Profess ab. Die Weihe zum Priester empfing er am 29. September 1931 durch den Wiener Erzbischof, Gustav Kardinal Piffl. Als junger Priester durfte Pater Cornelius seinen Vater, der seiner Frau versprochen hatte die Kinder katholisch zu erziehen obwohl er selber evangelisch war, in die Katholische Kirche aufnehmen und ihm die Erste heilige Kommunion spenden.

Nach verschiedenen Aufgaben im Stift und nach Kaplansjahren in St. Valentin, in Heiligenkreuz und im Neukloster zu Wiener Neustadt war er von 1939 bis 1952 Pfarrer in Gaaden, von 1952 bis 1957 in Trumau und von 1957 bis 1981 in Alland. Der Beginn des priesterlichen Wirkens von Pater Cornelius war reich an dramatischen Ereignissen. Als jugendlicher und sportlicher Seelsorger führte er besonders die Jugend durch das christliche Pfadfinderideal, durch Jugendwallfahrten und Bibelrunden zum Glauben. Aufgrund dieser Tätigkeit wurde er zur Zeit der Nationalsozialistischen Diktatur am 17. Februar 1944 im Pfarrhof Gaaden „wegen Verdachts der Vorbereitung zum Hochverrat“ festgenommen und bis zum Kriegsende gefangen gehalten. Nach seiner Befreiung am 6. April 1945 konnte Pater Cornelius seine Tätigkeit als Pfarrer von Gaaden wieder aufnehmen. Hier und an allen anderen Orten seines Wirkens war der Verstorbene hoch angesehen und beliebt, wovon die oben genannten Ehrungen Zeugnis geben. Nach insgesamt 42 segensreichen Jahren als Pfarrer kehrte er 1981 mit Freude in sein geliebtes Kloster zurück. Hier war er 12 Jahre lang als Subprior, außerdem als Kirchenrektor in Sparbach, als 2. Bibliothekar und als Spiritual und beliebter Beichtvater am Collegium Rudolphinum tätig.

Wir trauern um einen vorbildlichen, liebenswürdigen und frommen Priester und Mönch, der in seinem langen Leben unermüdlich um das Reich Gottes bemüht war. Wir sind dankbar, dass Gott unserem Mitbruder fast 100 Lebensjahre geschenkt hat, von denen er 81 Jahre unserer Gemeinschaft angehörte und 76 Jahre als Priester tätig war.

Der Leichnam unseres verstorbenen Mitbruders wird am Sonntag, dem 10. Februar 2008, um 11.00 Uhr bei der Klosterpforte empfangen und in der Totenkapelle des Kreuzganges aufgebahrt. Am folgenden Tag, dem 11. Februar 2008, feiern wir um 15.00 Uhr ein feierliches Pontifikalrequiem in der Stiftskirche von Heiligenkreuz und bestatten ihn anschließend auf dem Klosterfriedhof. In der Pfarrkirche Alland wird am Samstag, 16. Februar 2008,18.00 Uhr ein Gedenkgottesdienst gefeiert.

–> Die Parte kann man hier downloaden.

Pater Adolf Norbert Niemetz OCist

+ 29. Jänner 2008

Wir trauern um einen stillen, demütigen und liebenswürdigen Priester Jesu Christi, der am 29. Jänner 2008 in den frühen Morgenstunden zu Gott heimgegangen ist. Zugleich sind wir dankbar, dass der Herr über Leben und Tod unserem Heimgegangenen fast 96 Lebensjahre geschenkt hat, von denen er mehr als 75 Jahre Mönch der Zisterzienserabtei Stift Heiligenkreuz, Erzbischöflicher Geistlicher Rat, Pfarrer in Ruhe und Ehrenbürger der Gemeinde Gaaden

Pater Adolf wurde am 6. Juni 1912 in Wiener Neustadt geboren und durfte in einer großen Familie aufwachsen. Seinen Geschwistern, allen Verwandten und Angehörigen blieb er zeitlebens eng verbunden. Am 12. August 1932 wurde er – acht Jahre nach seinem leiblichen Bruder, Pater Paulus Anton Niemetz – in Heiligenkreuz eingekleidet. Die Zeitlichen Gelübde legte er am 14. August 1933 ab, die Feierliche Profess folgte am 30. August 1936. Die Weihe zum Priester empfing er am 11. Juli 1937 in Wien durch Erzbischof Dr. Theodor Kardinal Innitzer. Eine Woche später feierte er in Heiligenkreuz seine Primiz, bei der sein Bruder, Pater Paulus, die Predigt hielt.

Nachdem er 8 Jahre Cooperator in Niedersulz war, wurden ihm verschiedene Aufgaben im Neukloster zu Wiener Neustadt und in Heiligenkreuz übertragen. Von 1952 an war Pater Adolf mehr als 40 Jahre lang Pfarrer in der Stiftspfarre Gaaden. Als guter Hirte und eifriger Seelsorger, der sich der Nöte der ihm Anvertrauten annahm, gewann er die Herzen seiner Pfarrangehörigen. Er gründete im ehemaligen Forsthaus des Stiftes Heiligenkreuz einen Kindergarten und verteidigte mit liebevoller Hartnäckigkeit die Belange der Kinder. Um vielen Menschen eine gute Wohnmöglichkeit zu bieten, unterstützte Pater Adolf sehr engagiert die Errichtung der Kirchfeldsiedlung auf dem ehemaligen pfarrlichen Acker. In den Jahren nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil förderte Pater Adolf die tätige Mitarbeit der Laien durch einen lebendigen Pfarrgemeinderat, durch das Mütterseminar und durch die Legion Mariens. Die Pfarrkirche wurde umfassend renoviert und so gestaltet, dass eine schöne und lebendige Liturgie gefeiert werden kann. Aber auch die Bäbenbergerkapelle in der Berggasse zeugt vom seelsorglichen Engagement des Verstorbenen: Für die Bewohner von Untergaaden schuf er durch ihren Bau einen würdigen Gottesdienstraum. Bald nach seinem 80. Geburtstag, an dem ihm die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Gaaden verliehen wurde, kehrte er ins Kloster zurück, von wo aus er weiterhin vielen Menschen – vor allem brieflich – verbunden blieb.

Obwohl seine Gesundheit immer mehr schwand, und er immer weniger sprach, konnte er – bis wenige Tage vor seinem Tod – täglich bei der Heiligen Messe konzelebrieren. Pater Adolf lebte fromm, dazu höchst anspruchslos, einfach und bescheiden. Sowohl im Pfarrhof wie auch in seinem Zimmer in Heiligenkreuz war eine sparsame Zurückhaltung überall spürbar. Er war und bleibt uns ein Vorbild.

Der Leichnam unseres verstorbenen Mitbruders wird am Sonntag, dem 3. Februar 2008, um 11.00 Uhr bei der Klosterpforte empfangen und in der Totenkapelle des Kreuzganges aufgebahrt. Am folgenden Tag, dem 4. Februar 2008, feiern wir um 15.00 Uhr ein feierliches Pontifikalrequiem in der Stiftskirche von Heiligenkreuz und bestatten ihn anschließend auf dem Klosterfriedhof.

Pater Alban Ernst Bunse OCist

+ 18. November 2003

P. Alban Ernst Bunse O.Cist., Bergbauingenieur in Ruhe, starb am 18. November 2003 zur Zeit der Vesper durch einen plötzlichen Herztod im Klausurgarten, wo er sich um einen Bienenstock kümmern wollte.

Er kam am 3. November 1919 in Duisburg-Laar als jüngstes von drei Kindern der Eheleute Wilhelm und Henriette Bunse, geb. van der Poll, zur Welt. In seiner Geburtsstadt besuchte er die kath. Volksschule und von 1934-38 die Kollegschule der rheinischen Franziskaner in Exaeten bei Baexem in den Niederlanden. Danach wechselte er auf das Humanistische Landfermann-Gymnasium in Duisburg, wo er 1940 sein Abitur machte. Sofort danach wurde er zur Deutschen Wehrmacht eingezogen. Nach dem Polenfeldzug wurde er vor Lenin-grad verwundet. Weihnachten 1941/42 verbrachte er in einem „Eisloch“ im zugefrorenen Wolchowgebiet. Nach einer weiteren Verletzung schrieb er aus einer Sammelstelle in Ostpreußen einen mutigen Brief an Adolf Hitler, er möge „den Kampf gegen die Kirche einstellen“.

Daraufhin wurde Ernst Bunse vom Regime für geisteskrank erklärt und in die psychiatrische Abteilung des Lazarettes Königsberg eingewiesen und in der Folge 1943 aus der Wehrmacht als „wehruntauglich“ entlassen. Seine gute Mutter holte ihn aus der Anstalt in Königsberg heraus. In dieser „dämonischen“ Zeit wollte er in die Schweiz emigrieren, um in ein Kloster einzutreten. An der Grenze wurde er verhaftet und in Freiburg interniert. Wiederum rettete ihn seine Mutter.

Unmittelbar nach Kriegsende 1945 riet ihm Therese Neumann in Konnersreuth, sogleich mit dem Theologiestudium zu beginnen, um Priester zu werden. Noch fehlte ihm die Kraft, diesen Rat zu befolgen, zumal auch seine Mutter verstarb. Er ging zum Kohlebergbau, um durch die harte Arbeit von den vergangenen Erlebnissen frei-zuwerden. Am Herz-Jesu-Freitag im März 1946 war seine erste „Schicht“ auf der Schachtanlage Westende in Duisburg-Laar. Während seiner 27-jährigen Tätigkeit im Bergbau, in den letzten Jahren als „Fahrsteiger“, ver-säumte er nie den täglichen Besuch der Heiligen Messe.

Seine Tante Elisabeth brachte ihn mit dem Dominikaner und China-Missionar P. Alban M. Brauckhoff zusammen. Durch diese Begegnung wurde seine missionarische Begeisterung vor allem für den fernen Osten geweckt und seine eigene Berufung genährt. Die Mutter des Dominikaners wurde dem Bergmann zur „zweiten Mutter“, die ihm bis zu ihrem Tod in Castrop-Rauxel den Haushalt führte. Sie war es auch, die unseren Mitbruder 1949 zur Schmerzhaften Mutter nach Bochum-Stiepel führte. Seit dieser Zeit wallfahrtete er regelmäßig dorthin. Kirchlich engagierte er sich jahrzehntelang in der Pfarrgemeinde St. Lambertus Castrop als Mitglied der KAB, des Kolpingvereins, des Kirchenvorstands und als Pfarrgemeinderatsvorsitzender. Als Pensionist führte er fünf ihm von der Pfarrei übertragene Vormundschaften.

Als 1988 Heiligenkreuzer Zisterzienser in Stiepel das klösterliche Leben begannen, folgte er der Einladung des ersten Priors P. Beda Zilch, die kleine Kommunität beim lateinischen Chorgebet zu unterstützen. Auf diese Weise kam er mit Heiligenkreuz in Verbindung, wo Abt Gerhard Hradil ihm den Ordenseintritt empfahl. Nach dem Noviziat legte er am 15. August 1991 die Profess ab und nahm trotz seines hohen Alters das Theologiestudium auf. Am Herz-Jesu-Fest, dem 14. Juni 1996, wurde er in Heiligenkreuz von Erzbischof Dr. Christoph Schönborn zum Priester geweiht. Segensreich wirkte er gerade unter den jungen Mitbrüdern und ermutigte viele für das Sri Lanka Klosterprojekt. Der Bergmann wurde nun zum Seelsorger und Beichtvater für jung und alt, aber auch zum arbeitsamen Gartenmeister und begeisternden Betreuer der Klosterinteressenten. Täglich betete er in der Krankenkapelle den Rosenkranz und gab den eucharistischen Segen.

Unser verstorbener Mitbruder wurde am Mittwoch, dem 26. November 2003, um 8 Uhr bei der Klosterpforte empfangen und in der Totenkapelle des Kreuzganges aufgebahrt. Am folgenden Tag, dem 27.November 2003, feierten wir um 9 Uhr ein feierliches Requiem, bei dem wir P. Alban von Heiligenkreuz verabschiedeten, um ihn nach Bochum-Stiepel zu überführen. Dort wurde er am Herz-Jesu-Freitag, dem 5. Dezember 2003, auf dem Klosterfriedhof bestattet. Er ist der erste Mönch von Stiepel, der uns zu Gott vorausgegangen ist. R. i. F.

Pater Thomas Franz Weingartshofer OCist

+ 24. Dezember 2001

Die Heilige Nacht, in der Christus geboren wird, ist unserem guten Mitbruder, P. Thomas Franz Weingartshofer OCist, Hofmeister i. R. zum Geburtstag für das ewige Leben geworden.

Er wurde am 26. Oktober 1915 in Grosskrut in Niederösterreich geboren. Im Volksschulalter er­krankte er an Kinderlähmung und meisterte tapfer diese schwere Krankheit, die eine lebenslange Gehbehinderung auslöste. Durch seine schöne Stimme kam er mit zehn Jahren zu den Sänger­knaben nach Heiligenkreuz, das ihm fortan klösterliche Heimat werden sollte. Von hier aus wurde er zur Vollendung der Gymnasialstudien nach Schlierbach geschickt, wo er 1934 maturierte.

So wurde er in Heiligenkreuz am 29. Juli 1934 eingekleidet. Es folgten die einfache Profess am 1. August 1935 und schließlich die feierliche Profeß am 7. August 1938. Durch Kardinal Theodor Innitzer empfing P. Thomas am 9. Juli 1939 zu St. Stephan in Wien die Priesterweihe. Bei seiner Primiz in Perchtoldsdorf predigte sein ehemaliger Sängerknabenpräfekt P. Hadmar Borowan.

Während des Zweiten Weltkrieges betreute P. Thomas als Seelsorger von Juli 1940 bis Februar 1941 Sparbach; anschließend wurde er im Juni 1941 bis Oktober 1947 Kooperator in Mönchhof. Von Oktober 1947 bis März 1949 war er Kooperator im Neukloster in Wiener Neustadt und anschließend bis September 1954 Pfarrer in St. Johann im Steinfeld. Für ein Jahr kam er zurück ins Neukloster und war dort Konviktspräfekt und Kämmerer. Durch sein wirtschaftliches Können wurde er im Sep­tember 1955 Kämmerer in Heiligenkreuz und trug zugleich die Verantwortung für die stiftlichen Gast­stätten bis August 1960.

Ab Februar 1963 übernahm er das Hofmeisteramt in Wien im Heiligenkreuzer Hof. 23 Jahre, bis En­de Dezember 1990, verwaltete P. Thomas in seiner liebenswürdigen und menschenfreundlichen Art klug und umsichtig diese Aufgabe. Wirtschaftlich erfolgreich, hatte er als Hofmeister zugleich ein Herz für die Nöte der Menschen. Infolgedessen wuchs ein großer Bekanntenkreis, dem er auch wäh­rend seines Ruhestandes in Heiligenkreuz bis zum Tod durch eine enorme Korrespondenz verbun­den blieb. Als er am 8. Juli 1999 sein Diamantenes Priesterjubiläum feierte, dankte es ihm eine gro­ße Schar von Gratulanten. P. Thomas war für uns auch im Alter ein geschätzter Mitbruder, der mit seinen reichen Talenten vom wirtschaftlichen Können bis zum Cellolehrer, vom Ratgeber bis zum Beichtvater unserem Klosterleben in Heiligenkreuz entscheidende Prägung verlieh. Ein Talent, das er zur Freude vieler Menschen einsetzte, darf nicht verschwiegen werden: Es ist seine Zauberkunst, wodurch er manchen Schilling für gute Werke erwerben konnte. Bescheiden in persönlichen Belan­gen, tapfer im Ertragen seiner Gebrechlichkeit erfreute er uns immer wieder bis zu seinem Sterben mit seinem ruhigen Lächeln.

Noch am 24. Dezember, seinem Sterbetag, konnte er in der Früh mit den alten Mitbrüdern die tägli­che Heilige Messe feiern. Als sich sein Zustand sichtlich verschlechterte, empfing er am gleichen Tag die Sterbesakramente. So gestärkt konnte er die Weihnachtsfeier des Konventes noch miterle­ben. Die Mitbrüder begrüßten und verabschiedeten ihn mit Applaus. Gegen 23 Uhr, zur Zeit des Hochgebetes der Weihnachtsmette, ist unser P, Thomas friedlich zu Gott heimgegangen. So wurde die Heilige Nacht der Geburt unseres Herrn für ihn zum Geburtstag des ewigen Lebens.

Unser verstorbener Mitbruder wurde am Freitag, den 4. Jänner 2002, um 8 Uhr bei der Klosterpforte empfangen und in der Totenkapelle des Kreuzganges aufgebahrt. Das Feierliche Requiem fand am Samstag, den 5. Jänner 2002, in die Stiftskirche statt. Danach wurde sein sterblicher Leib auf dem Klosterfriedhof beigesetzt. R. i. F.

Pater Alberich-Philipp Klein OCist

+ 24. Februar 1999

Nach einem frommen Leben, in dem er Gott und den Mitmenschen aufrichtig und demütig gedient hat, beendete unser lieber Mitbruder P. Alberich-Philipp Klein OCist seine irdische Pilgerschaft durch ein seliges Sterben am 24. Februar 1999.

Er wurde am 21. März 1902 in Wegscheid bei Passau geboren, absolvierte die Gymnasi­alstudien in Metten, hernach in Passau eine landwirtschaftliche Schule sowie ein mehrjähri­ges Praktikum.

Durch den Vortrag eines Zisterziensers kam er 1927 mit unserem Orden in Berührung und schloß sich ihm 1928 in Bronnbach/Tauber an. Nach Studien der Philosophie in Himmerod und der Theologie in Marienstatt – sein Konvent war inzwischen 1930 nach Seligenporten in der Oberpfalz übersiedelt – empfing er am 29. September 1932 die Priesterweihe.

Nach Seelsorgs- und Verwaltungstätigkeit wurde er 1934 zum Prior bestellt, welches Amt er zunächst bis 1937 innehatte. Hierauf wurde er wieder Verwalter und 1944 erneut Prior bis 1953. In schwerer Zeit hat er sein Kloster furchtlos gegen die nationalsozialistischen Macht­haber verteidigt. Es lag nicht zuletzt bei ihm, daß das Kloster von Seligenporten diese schlimme Zeit überdauerte.

1954 wurde P. Alberich die Leitung eines Jugendzentrums mit Internat in Nürnberg und eine Tätigkeit an der dortigen Schutzengelpfarre übertragen. 1955 wurde er ein drittesmal zum Prior ernannt – für die Pfarrgemeinde von Seligenporten ist er deshalb zeitlebens „der Prior“ geblieben -, musste aber seine Ämter in Nürnberg bis 1962 beibehalten. Ins Kloster zurück­gekehrt, wurde er dazu noch Novizenmeister und Klerikermagister.

Da Seligenporten aber 1967 von der Ordensleitung aufgelöst wurde, verbrachte er zunächst ein Jahr im Priorat Birnau am Bodensee und entschloß sich dann zum Übertritt nach Heili­genkreuz, auf welches Kloster er am 25. Jänner 1969 seine Stabilität übertrug. Hier war er Kämmerer, Küchenmeister, Gartenmeister und Sakristan. Er war viel auf Aushilfe und be­treute durch mehrere Jahre seelsorglich die Gaadener Filiale Sparbach.

P. Alberich-Philipp war als Mensch und Ordensmann von großer Selbstlosigkeit und gren-zensloser Güte. Er verlangte auch als Oberer nie etwas, was er nicht selber vorgelebt hatte. Sein Bemühen um Verständnis und Nachsicht machte ihn zu einem geschätzten Beichtva­ter, der den inneren Frieden, den er selbst besaß, auch seinen Betreuten mitzuteilen ver­mochte. Die Verehrung des Herrn in der Eucharistie und die Liebe zur Mutter Jesu zeichne­ten ihn besonders aus.

Sein leicht schwebender Gang ließ unwillkürlich etwas von der Himmelsnähe erahnen, der er zeitlebens zustrebte. Sein spezielles Kreuz war von Jugend auf ein Augenleiden. In den Jahren seiner Krankheit ist er vollkommen erblindet. Nun schauen seine Augen unverhüllt das ewige Licht!

Unser verstorbener Mitbruder wurde am Dienstag, dem 2. März 1999, um 11.45 Uhr bei der Klosterpforte empfangen und in der Totenkapelle des Kreuzganges aufgebahrt. Die Beisetzung auf dem Klosterfriedhof war am Mittwoch, dem 3. März 1999. Das Feierliche Requiem begann um 14 Uhr mit der Übertragung von der Totenkapelle in die Stiftskirche. R. i. F.

Pater Otto Heribert Lindenthal OCist

+ 4. Dezember 1998

Der gütige Gott hat unseren lieben Mitbruder, den hochwürdigen Herrn Erzbischöflichen Konsistorialrat P. Otto Heribert Lindenthal OCist, Pfarrer i. R. zu Maria Kirchbüchl, Missarius und Beichtvater im Neukloster in Wiener Neustadt, Ehrenbürger von Willendorf und Grünbach, am Gedenktag der hl. Barbara, in den Abendstunden des Freitag, 4. Dezember 1998, in die Vollendung seines Lebens geführt.

P. Otto wurde am 15. März 1910 in Wien geboren. Er trat am  04. Dezember 1929 in das Stift Heiligenkreuz ein, legte 1934 in die Hände des Abtes Gregor Pöck die Feierliche Profess ab und wurde am 21. Juli 1935 im Hohen Dom zu St Stephan in Wien zum Priester geweiht.

Er wirkte als Provisor von 1935 bis 1936 in Maria Kirchbüchl-Rothengrub an der Hohen Wand. Von 1936 bis 1946 war er Kaplan in der Stiftspfarre Neukloster in Wiener Neustadt und hat mit seinen Mitbrüdern das Stift Neukloster durch die schweren Zeiten des Zweiten Weltkrieges geführt.

Von 1946 bis 1986 leitete er als Pfarrer die ihm bereits vertraute Pfarrgemeinde Kirchbüchl. Es. gelang ihm in dieser spannungsgeladenen Zeit als Seelsorger für alle Schichten der Bevölkerung ausgleichend zu wirken. Unter anderem hat er die Wallfahrtstätigkeit nach Maria Kirchbüchl mitgetragen. Es ist ihm gelungen, seine Pfarr- und Wallfahrtskirche, die zum Teil schwer beschädigt war, zu restaurieren. Nach seiner Resignation als Pfarrer wurde er von seinem Abt mit der Seelsorge im Marienheim zu Baden bei Wien beauftragt

Die seelsorgliche Notwendigkeit brachte es mit sich, dass P. Otto zu den Anfängen seiner pastoralen Tätigkeit am 1. September 1987 nach Wiener Neustadt ins Neukloster zurückkehrte. Die Menschen in Wiener Neustadt schätzten P. Otto als einen Seelsorger, der aus seinem tiefen Glauben und junggebliebenem Herzen die Menschen angesprochen hat. Im Gottesdienst, als Beichtvater und lebensnaher Prediger hat er die Frohbotschaft verkündet und durch sein ganzes Leben ausgedrückt. Durch seine Güte und sein großes Verständnis für alle, die zu ihm kamen, hat er die Herzen von jungen und alten Menschen für Gottes Liebe geöffnet.

Mit großem Engagement betreute er aufopfernd die Senioren im Stadtheim und feierte dort mit ihnen jeden Sonntag und Feiertag die heilige Messe. Ein großes Anliegen war ihm die Marianische Kongregation und seine Tätigkeit als Beichtvater bei den Hartmannschwestern und im angeschlossenen Altersheim. In den Jahren seiner Seelsorgstätigkeit im Neukloster konnte er Geborgenheit in unserer klösterlichen Gemeinschaft erfahren. Seine Aufgeschlossenheit der Gegenwart gegenüber und seine Herzlichkeit in unserer Kommunität schufen aus seinem Glauben heraus eine Atmosphäre der Vertrautheit und der Lebensbejahung.

Am Montag, den 14. Dezember 1998, um 8 Uhr wurde unser P. Otto in der Totenkapelle im Kreuzgang des Stiftes Heiligenkreuz aufgebahrt. Um 14 Uhr desselben Tages feierten wir das Pontifikalrequiem in der Stiftskirche. Anschließend erfolgte die Einsegnung und die Beerdigung auf dem Klosterfriedhof. R. i. F.

Pater Leo Josef Waldherr OCist

+ 16. Februar 1998

Am Abend des 16. Februar 1998, gegen 23 Uhr, hat unser Mitbruder P. Dr. Leo Josef Waldherr OCist, Profess- und Jubelpriester von Heiligenkreuz, Ehrenkapitular der Abtei Zirc in Ungarn, Ehrenbürger und Ehrenringträger der Gemeinde Podersdorf, vorbereitet und gestärkt durch die Sakramente der Kirche, seine Seele in die Hände seines Schöpfers und Erlösers zurückgegeben.

Er wurde am 30. August 1914 in Mosonszentjanos, Ungarn, geboren, trat am 29. Juli 1937 in Heiligenkreuz in den Zisterzienserorden ein und legte am 8. September 1938 die zeitliche Profess ab. Die Jahre des Krieges verbrachte er in der Abtei Zirc in seiner ungarischen Heimat. Dort legte er am 5. Jänner 1943 die Feierliche Profess in die Hände von Abt Wendelin Endredy auf Heili­genkreuz ab. Er wurde in Budapest vom Militärbischof Dr. Stefan Zadravecz am 26. Juni 1943 zum Priester geweiht und am gleichen Tag in der Universität Budapest zum Dr. iur. can. promoviert. Seine Primiz feierte er in der Abteikirche von Zirc.

Er war 1943/44 Religionslehrer in St. Gotthard, 1944/45 Kooperator in Herzogs­dorf, 1945/47 Pfarrer in Nagy – Venyim. Nach dem Krieg kehrte er 1947 nach Heiligenkreuz zurück, wurde 1947 bis 1950 Kirchenrektor in Grub und Kaplan in Heiligenkreuz, 1948/50 auch Kämmerer im Stift. Vom 1. Jänner 1951 bis 31. Dezember 1994, durch volle 43 Jahre, war er Pfarrer in Podersdorf am See. 1966 wurde er zum bischöflichen Geistlichen Rat und 1983 zum Ehrenkonsistorialrat der Diözese Eisenstadt ernannt.

Im Ruhestand lebte er seit Frühjahr 1995 in Trumau, seit 1996 wieder im Stift. Hier war er in den letzten Monaten an ein schmerzhaftes Krankenlager ge­fesselt. Mehrmals war Spitalsaufenthalt nötig. Ein herzlicher Dank gilt allen, die seine Pflege ermöglicht haben.

P. Leo war ein dankbarer Sohn seiner Familie, der er in den Nöten der Zeit -Aussiedlung der deutschen Bevölkerung aus Ungarn – tatkräftige Hilfe angedeihen ließ. Als Seelsorger war er eifrig bemüht, seinen Pfarrangehörigen und den vielen Sommergästen des aufstrebenden Fremdenverkehrsortes die Feier der heiligen Geheimnisse und den Gnadenstrom der Sakramente zu ver­mitteln, das Gotteshaus zu verschönern und die pfarrliche Infrastruktur an Gebäuden und Bildungseinrichtungen zu verbessern. Den Männern von der Feuerwehr war er ein hilfsbereiter Kamerad und Feuerwehrkurat. Gott belohne sein reiches Wirken!

Pater Leo wurde am Montag, 23. Februar 1998, um 8 Uhr früh in der Totenkapelle des Kreuzganges aufgebahrt, um 14 Uhr von dort in die Stiftskirche geleitet und nach einem konzelebrierten Pontifikalrequiem am Klosterfriedhof in Heiligenkreuz bestattet. R. i. F.

Pater Leonhard Josef Warnung OCist

+ 25. Juni 1996

Gott der Herr, in dessen Hand unser Leben ist, hat am Dienstag, 25. Juni 1996   unseren Mitbruder P. Leonhard Josef Warnung OCist, Chormönch und Diakon im 81. Lebensjahr in die ewige Heimat abberufen.

Geboren am 9. Juli 1915 in Eisenberg (NO) begann er am 17. Juli 1933 sein Noviziat als Konverse (Laienbruder) unseres Klosters und legte am 29. Juli 1934 seine einfache Profess ab. Bis zum Beginn des 2. Weltkrieges war er als Gärtner, im Refektorium und als Konventdiener in unserem Stute tätig. 1938 zum Wehrdienst einberufen, kehrte er erst am Ende des Krieges, 1945, in seine Heimat zurück.

Am 26. Dezember 1948 legte er die feierliche Profess ab. Von 1949 bis 1960   wurde   P. Leonhard in führender Position im damals neu errichteten Sägewerk des Stiftes, von 1960 bis 1964 als Pförtner im Stift eingesetzt. 1964 suchte er um Aufnahme als Chormönch in unserer Gemeinschaft an und begann im März mit dem Noviziat, das 1965 mit seiner feierlichen Profess als Chormönch endete.

Am 4. Juli 1971 weihte ihn Weihbischof Dr. Jakob Weinbacher zum Diakon. Von 1973 an war er in unserem Priorat Neukloster in Wiener Neustadt und ab 1977 wiederum im Stifte in den verschiedensten Aufgabenbereichen beschäftigt. Ab 1972 bis zum Jahr 1981 war er als Diakon am Wiener Zentralfriedhof tätig. In den letzten Jahren verschlechterte sich sein Gesundheitszustand laufend, so dass er 1995 in die Krankenabteilung übersiedeln musste.

Geprägt von seiner langen Dienstzeit beim Militär und seiner Tätigkeit im Sägewerk war P. Leonhard für all die vielen im Kloster anfallenden Tätigkeiten einsatzbereit: Ob beim täglichen Chorgebet – an dem er bis ins hohe Alter in vorbildlicher Weise teilnahm – oder als Diakon beim Gottesdienst, von der Reparatur tropfender Wasserhähne bis zum Öffnen verschlossener Türen, er hat stets sein „Adsum“ verwirklicht. Mit seinem Tod schließt sich aber auch das Buch der Geschichte der Konversen unseres Klosters: P. Leonhard war der letzte in unserer Gemeinschaft, der als Laienbruder eingetreten ist. – Möge der Herr, der kam um zu dienen, unserem Mitbruder das Tor des Paradieses auftun!

P. Leonhard wurde am Montag, 1. Juli 1996 um 8.30 Uhr in unserer Totenkapelle aufgebahrt und am Dienstag, 2. Juli 1996 um 15.00 Uhr nach einem konzelebrierten Pontifikalrequiem auf dem Klosterfriedhof beigesetzt. R. i. F.

Pater Heinrich Alois Mayer OCist

24. Mai 1996

Gott der Herr, dem alles lebt, hat am Freitag, 24. Mai 1996 unseren Mitbruder, P. Dr. Heinrich Alois Mayer OCist, Theologieprofessor i. R. im 85. Lebensjahr in die ewige Heimat abberufen.

Unser Mitbruder wurde am 6. Jänner 1912 in Wiener Neustadt geboren, trat 1932 in unsere Gemeinschaft ein und legte am 3, Oktober 1937 seine feierliche Profess ab. Am 10. Juli 1938 wurde P. Heinrich von Theodor Kardinal Innitzer in Wien zum Priester geweiht.

Schon in jungen Jahren von einer heimtückischen Krankheit heimgesucht, war es ihm, von den Folgen dieser Erkrankung gezeichnet, nicht möglich in den direkten Seelsorgedienst zu treten. So diente er unserer Klostergemeinschaft als Kanzleiadjunkt, Kämmerer und Magister der Konversen. 1951 übernahm er das Amt des Archivars in dem von ihm so geliebten Neukloster in Wiener Neustadt, wo er dann auch als Kämmerer wirkte.

1954 begann er seine Vorlesungen als Professor für Moraltheologie an der hauseigenen theologischen Lehranstalt, war von 1959-1962 Klerikerpräfekt, begann dann nochmals das Studium an der Universität Wien, wo er 1964 zum Doktor der Theologie promovierte. Bis Ende des Studienjahres 1985 hielt er, an der inzwischen zur philosophisch-theologischen Hochschule gewordenen ehem. Hauslehranstalt, Vorlesungen als Dozent für Religionswissenschaft und Philosophiegeschichte.

Obwohl fest mit Heiligenkreuz verwurzelt galt seine ganze Liebe dem Neukloster und dessen Geschichte, die auch in verschiedenen Publikationen ihren Niederschlag fand. Erst seine fast völlige Erblindung und körperliche Gebrechlichkeit zwangen ihn seine geschichtlichen Forschungen aufzugeben. Trotz seiner Behinderungen war P. Heinrich ein glaubenstreuer und von der Frohbotschaft des Evangeliums geprägter Mitbruder, der von allen geliebt, geschätzt und geachtet wurde. Wir alle haben ihm viel zu danken und obwohl er in seinen letzten Lebensjahren am Gemeinschaftsleben nur noch sporadisch teilnehmen konnte, fehlt er sehr im Kreis der Mitbrüder.

Unser P. Heinrich wurde am Donnerstag, 30. Mai 1996 um 8.30 Uhr früh in der Totenkapelle unserer Abtei aufgebahrt und am Freitag, 31. Mai 1996 um 15Uhr nach einem konzelebrierten Pontifikalrequiem auf dem Klosterfriedhof beigesetzt. R. i. F.

Das Totenverzeichnis

Hier kann man das Totenverzeichnis, das sogenannte „Nekrologium“, –> Initiates file downloadherunterladen. In ihm sind die Verstorbenen unseres Klosters sowie der mit uns im Gebet verbundenen Nachbarstifte, verzeichnet. Jeweils mit dem Tag, an dem sie zu Gott heimgegangen sind.