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Auf dieser Seite sollen Fotos von Kardinal Ratzinger bei seinen Besuchen in Heiligenkreuz und bei Begegnungen mit Mitbrüdern dokumentiert werden.

Schon Kardinal Ratzinger wurde bei uns herzlich empfangen (30.07.07). - Kardinal Ratzinger war öfters in Heiligenkreuz. Bei einem seiner Besuche bereiteten unsere Studenten ihm einen musikalischen Empfang an der Hochschule. Das Foto stammt vom 4. Mai 1989 (Ratzinger ist 2. von rechts). Damals begrüßte der Dekan Prof. P. Dr. Augustinus Fenz den Präfekten der Glaubenskongregation mit einer 2-seitigen lateinischen Ansprache. Kardinal Ratzinger antwortete spontan - ebenfalls auf Latein. Er sagte unter anderem: "...vitam praesentem magna consolatio est hic invenisse insulam culturae latinae ... et audivisse scholares non solum frequenter in cursus venire, set etiam in hac valle nemorosa non solum pulchritudine naturali sed etiam pulchritudine vitae spiritualis ornata studiis incumbere. Omnia fausta tibi et huic illustri facultati ex corde exoptamus." Übersetzung: "Euer Lebensstil hier ist für mich ein großer Trost und ich freue mich, hier eine Insel der Kultur der lateinischen Sprache vorzufinden... Ich freue mich zu hören, dass die Studenten die Vorlesungen auch tatsächlich besuchen, und dass es in diesem Wienerwaldtal nicht nur die Schönheit der Natur zu bewundern gibt, sondern auch die Schönheit Eures geistlichen Lebens. Von Herzen wünschen wir Dir und Eurer illustren Hochschule ein glückliches Gedeihen."

Erhebung der Hochschule zu Päpstlichen Hochschule. - Einer der Gründe, warum der Heilige Vater gewünscht hat, nach Heiligenkreuz zu kommen, ist sicher auch die Erhebung der schon 1802 gegründeten Hochschule zur "Päpstlichen Hochschule", die am 28. Jänner 2007 erfolgt ist. Die Hochschule besteht schon im 205. Jahr, aber so floriert wie jetzt hat sie noch nicht: derzeit sind 160 Studierende da, über 100 von diesen sind auf dem Weg zum Priestertum... Die Erhebung bedeutet Selbständigkeit der Hochschule, in Zukunft wird die Sponsion zum "Magister theologiae" direkt in Heiligenkreuz erfolgen und nicht wie bisher über den Umweg der Wiener Universität. Die Studienpläne sind gleich geblieben, sie entsprechen den österreichischen. Es war der persönliche Wunsch von Abt Gregor, der den Theologen Joseph Ratzinger schon immer verehrt hat, dass die Päpstliche Hochschule künftig den Namen des Papstes tragen wird: "Päpstliche Philosophisch-Theologische Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz". Der Heilige Vater ist ja wirklich - auch abgesehen von seinem Amt - einer der größten Intellektuellen der Gegenwart.- Kardinal Ratzinger war mehrmals - privat und offiziell - in Heiligenkreuz. Zum 200-Jahr-Jubiläum im Jahre 2002 wäre er gerne zu einem theologischen Vortrag gekommen, leider konnte er damals nicht. (Vielleicht möchte er das nun als Papst nachholen...) Freilich ist ein Papstbesuch eine derart hohe Auszeichnung, dass wir uns sehr anstrengen müssen, dieses Vertrauen, das da in uns gesetzt wird, zu rechtfertigen. Foto: Kardinal Joseph Ratzinger bei einem seiner Besuche in Heiligenkreuz. Die Hochschule trägt in Zukunft seinen Namen "Benedikt XVI." nach dem Wunsch des Herrn Abtes, auch wegen des heiligen Benedikt, der ja auch einer der großen Ordensvater von uns Zisterziensern ist.

Das Foto zeigt Joseph Kardinal Ratzinger um 1985 in Eisenstadt bei einem Vortrag vor Priestern. Rechts sieht man P. Gregor Henckel Donnersmarck, jetzt unser Herr Abt, dem es gelungen ist den Papst einzuladen.; links steht P. Karl Wallner, jetzt Rektor der "Päpstlichen Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz"...

Wir Zisterzienser im Stift Heiligenkreuz staunen schon ein bisschen über das "Füllhorn an Gnade", das da 2007 über uns ausgegossen wird: ein Boom von jungen guten Berufungen, dann die Erhebung der Hochschule zur Päpstlichen Hochschule, dann der OSCAR für Florian Henckel von Donnersmarck, der hier bei uns das Drehbuch geschrieben hat - und jetzt als Höhepunkt der Besuch des Heiligen Vaters...

Heiliger Vater, willkommen in unserem Stift und an Ihrer Hochschule!

2003: Seminarist Michael Alkhofer und Kardinal Joseph Ratzinger. - Kardinal Ratzinger kennt nicht nur die Hochschule, sondern auch viele unserer bayrischen Studenten. Das Foto zeigt ihn mit dem damaligen Seminaristen Michael Alkhofer, der ist inzwischen Priester und Kaplan in Tirschenreuth. Die Seminaristen erzählen, dass Kardinal Ratzinger immer äußerst bescheiden und umgänglich war, wie ein einfacher Landpfarrer. Seit 16. April 2005 ist er Papst! Die Verbundenheit ist geblieben.

Michael Alkhofer hat übrigens seine Magisterarbeit über die Rolle von Bischof Rudolph Graber bei der Gründung des "Collegium Rudolphinum" 1975 geschrieben, er hat insbesondere die chronologischen Vorgänge aufgearbeitet, aber auch die inneren Motive darzustellen versucht, warum Bischof Graber das Spätberufenenseminar (zunächst "Studienhaus", nach dem Tod des Bischofs "Collegium Rudolphinum") in Heiligenkreuz gegründet hat.

Buchempfehlung: Papst Benedikt XVI. und Österreich. -

Der Fotograf Christoph Hurnaus hat aus Anlass des bevorstehendes Papstbesuches ein informatives Buch zusammengestellt. Unser jetztiger Heiliger Vater ist nicht nur bloß 5km von der österreichischen Grenze entfernt geboren, sondern er war immer schon mit unserem Land verbunden, ja ein "Fan" von Österreich. Seine Sommerurlaube hat er jahrelang in Bad Hofgastein verbracht, immer wieder war er zu Vorträgen und Besuchen bei uns... Das erklärt auch, warum er Österreich heuer als einziges europäischen Land besuchen wird! Das Buch erhellt nicht nur in interessanten Fotografien die Beziehungen des Papstes zu Österreich, sondern dokumentiert auch ausgewählte Texte aus Predigten, Vorträgen und Ansprachen...

Bestellung an: Medienverlag Christoph Hurnaus, Waltherstraße 21, A-4020 Linz, Tel./Fax: -43-732-788117, email: christoph.media(a)utanet.at

Das Buch ist auch im Klosterladen des Stiftes Heiligenkreuz erhältlich: Klosterladen Stift Heiligenkreuz, A-2532 Heiligenkreuz 1, email: klosterladen(a)stift-heiligenkreuz.at

Der geplatzte Patriarchengipfel von 1997

Stift Heiligenkreuz wurde noch nie von einem Papst besucht, obwohl es seit 1133 durchgehend besteht... Im Jahre 1997 war es fast so weit. Hier ein kurzer Rückschau von Fr. Damian Lienhart auf den geplatzten Patriarchengipfel, der erst 10 Tage vor dem Termin abgesagt werden musste...

Foto: Der päpstliche Zeremoniär Erzbischof Piero Marini und Abt Gregor am 19.6.2007 auf genau demselben Sofa, auf dem sich 1997 Johannes Paul II. und Aleksij II. gegenübersitzen hätten sollen.

Im Mai 1997 löste der Besuch des damaligen Apostolischen Nuntius Squicciarini im Stift Heiligenkreuz große Freude aus, weil er für den 21. Juni 1997 ein Treffen des Heiligen Vaters Papst Johannes Paul II. mit den Patriarchen Bartholomaios I. von Konstantinopel und Aleksij. II. von Moskau ankündigte. „Schauplatz“ dieses historischen Treffens, das als Vorbereitung für das Heilige Jahr 2000 gedacht war, sollte die Zisterzienserabtei Stift Heiligenkreuz sein.

Auf diese freudige Nachricht hin begann man im Kloster mit den Vorbereitungen: Maurer, Tischler, Maler und Anstreicher gaben ihr Bestes, um einen würdigen Rahmen für den „Patriarchengipfel“ zu schaffen; ein Hubschrauberlandeplatz wurde im Klostergarten ausfindig gemacht; die Post sagte zu, für den 21. Juni ein Sonderpostamt zu errichten, sogar mit einem eigenen Sonderpoststempel; die Örtlichkeiten des Treffens wurden mehrmals begangen, jeder Winkel durchsucht, jedes Detail abgesprochen, kurz: die Vorbereitungen liefen wie am Schnürchen.

War mit dem Kloster noch Stillschweigen vereinbart worden, so konnte man bereits Mitte Mai den österreichischen Tageszeitungen entnehmen, dass ein Treffen der „Patriarchen“ im Stift Heiligenkreuz immer konkreter werde. Neuesten Informationen zufolge sollte nun auch der armenischen Katholikos Karekin II. am Treffen teilnehmen, kurz darauf war von offizieller Seite allerdings zu hören, einziger Gesprächspartner des Papstes werde der russische Patriarch sein.

Mitten in die Vorbereitungen und in die Vorfreude hinein kam plötzlich und unerwartet die Nachricht der Medien: „Gipfel geplatzt!“ Anstatt der geplanten gemeinsamen Ankündigung in Rom und Moskau, teilte das Leitungsgremium der russisch-orthodoxen Kirche, der Heilige Synod, mit, dass eine Reihe von Voraussetzung nicht erfüllt, ein Treffen somit unmöglich sei. Gründe für die abrupte Absage Moskaus? Zum einen das „Problem“ mit den unierten Kirchen, zum anderen die Missionstätigkeit katholischer Orden auf „orthodoxem Territo-rium“. Wohl ist Patriarch Aleksij II. ein Mann der Mitte und der Mäßigung, im Heiligen Synod stößt seine Haltung aber anscheinend auf Ablehnung – der Patriarch ist unter Druck geraten.

Was uns aber immer Hoffnung auf einen Fortgang in der Ökumene schöpfen lässt, ist das Wort des Herrn: „Dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten“ (Joh 10,16). Das kann auch ein geplatzter Kirchengipfel nicht verhindern.

Literatur: P. Alberich Strommer OCist., „Der geplatzte Patriarchengipfel“, in: Sancta Crux (1998), 59. Jahrgang, Nr. 115, S. 14-22.

 
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